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Auf Goethes Spuren unterwegs am Gardasee

Italien, das war und ist für viele Menschen ein Sehnsuchtsland. So auch für Johann Wolfgang von Goethe. Schon als Kind träumte er davon einmal Italien zu bereisen und die Stätten des Altertums zu besuchen. Erst 1786 unternahm er aber tatsächlich seine erste Italienreise. Fast zwei Jahre war er unterwegs und klinkte sich aus seinem stressigen Alltag als Minister in Weimar aus. Er fühlte sich von der Arbeit erschöpft und ausgelaugt. Heute würde man sagen er litt unter „Burnout“.

Goethes Motivation für die Italienreise

Gardasee

Seine komplizierte Beziehung zu der verheirateten Frau von Stein und die berufliche Belastung beeinträchtigten seine Kreativität. Goethe wollte einfach nur noch weg. Und so glich seine erste Italienreise eher einer Flucht.

Unter dem Namen Filippo Miller reiste er über den Brenner (Damals wohl kaum mit der Kutsche, sondern eher zu Fuß zu bewältigen.) an den See. Hier stieg er zunächst in dem kleinen Städtchen Torbole ab. Er genoss die wunderbare Aussicht über den See und das Gebirge. Das Felsamphitheater, die Feigen- und Olivenbäume sowie das „nachlässige Schlaraffenleben“ der hier lebenden Menschen beeindruckten ihn, wie er in seinem Reisetagebuch „Italienische Reise“ festhielt.


Abenteuer und Herausforderungen in Malcesine und Verona

Am nächsten Tag reiste Goethe über den See weiter nach Malcesine, wo er beinahe verhaftet wurde. Man vermutete, er sei ein österreichischer Spion weil er die Burg malte. Mit viel Überredungskunst und Unterstützung durch einen gewissen Gregorio, der einst in Goethes Geburtsstadt Frankfurt in Diensten einer Familie stand die Goethe kannte, konnte er sich schließlich aus der brenzligen Situation retten.

Über Bardolino reiste Goethe weiter nach Verona. Hier, in der Arena von Verona, einem monumentalen Bau des alten Rom, erlebte Goethe glückliche Momente. War es doch das, was er in Italien suchte, das Altertum. Die Kunst und Architektur der Renaissance und des Barock dagegen interessierten ihn weniger.

Tipps für Lehrerinnen und Lehrer

Eine kleine Projektarbeit zu Goethes Italienreise kann den Aufenthalt vertiefen:

  • Lassen Sie die Schülerinnen und Schüler eigene kurze Tagebucheinträge schreiben, in denen sie ihre Eindrücke von Italien festhalten, genau wie Goethe in seinem Italienischen Reise.
  • Die Klasse kann Skizzen von Orten anfertigen oder diese fotografieren und sie mit Goethes Beobachtungen vergleichen.
  • In kleinen Gruppen können die Schülerinnen und Schüler Szenen aus Goethes Begegnungen oder Tagebucheinträgen nachspielen.

Goethes Spuren mit der Klasse erleben

Folgen Sie mit Ihren Schülern Goethes Spuren. Entdecken Sie die Schönheit der Bergwelt, der kleinen Orte rings um den See und die Faszination der Landschaft mit ihren Oliven-, Feigen- und Zitronenhainen, der bereits Goethe erlegen war. Wir haben tolle Klassenfahrten an den Gardasee im Angebot.

Marco Schumann

Ein Beitrag von Marco Schumann
Zuletzt aktualisiert am 03.02.2026 unter der Kategorie: Wissenswert

Tags: Geschichte