Taschengeldempfehlung für die Klassenfahrt

Empfehlung Taschengeld für die Klassenfahrt

Taschengeld auf Klassenfahrten dient vor allem kleinen Annehmlichkeiten wie einer selbstgekauften Limo am Kiosk oder einem Snack. Manche Kinder möchten ihren Eltern oder Geschwistern ein Souvenir von der Klassenfahrt mitbringen und haben aus diesem Grund Geld einstecken. Doch wie hoch sollte das Taschengeld sein, das Eltern ihren Kindern mitgeben?

Sollen Eltern Taschengeld mit auf Klassenfahrt geben?

Lehrerinnen und Lehrern sei empfohlen, einen Elternabend zu organisieren und alle Fragen rund ums Thema Taschengeld direkt mit den Eltern zu besprechen. Auf diese Weise lassen sich im Vorfeld die Unsicherheiten der Eltern nehmen und es kommt zu keinen bösen Überraschungen, wenn ein Kind gar kein Geld dabei hat und einem anderen Kind 200 € zur Verfügung stehen. Die Erziehungsberechtigten können sich bei der Elternversammlung beraten, wie viel ein angemessener Betrag wäre. Häufig haben Schulen konstante Reiseziele, bei denen Teilnehmende bereits die Kosten eingeschätzt haben.

Der Lehrer oder die Lehrerin kann Informationsmaterialien ausgeben, aus denen Richtlinien zur Taschengeldmitnahme hervorgehen. Grundsätzlich gilt ein kleiner Betrag Taschengeld als sinnvoll auf Klassenfahrten. Das Geld ermöglicht den Kindern nicht nur Freude am Konsum, sondern es schult sie auch im Umgang mit Geld und fördert die Selbstbestimmung. Das ist eine wertvolle Erfahrung.

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Taschengeld: Grundschule, Mittelstufe und Abschlussklassen

Der Betrag, den Eltern ihren Kindern aushändigen, sollte sich am tatsächlichen Bedarf für die Reise orientieren. Eine Klassenfahrt gilt als Bildungsreise und als Unterricht unter anderen Voraussetzungen. Geldbeträge für ausgedehnte Shopping-Touren sind daher unangebracht. Zu den „Luxusgütern“, die sich die Kids von ihrem Taschengeld gönnen könnten, gehört eher eine Flasche Apfelschorle, ein Cheeseburger oder ein Souvenir für zu Hause.

Hier unterscheiden sich die Bedürfnisse von Kindern je nach Alternsgruppe. Für Grundschüler sollte das Budget klein gehalten werden. Es genügt, wenn hin und wieder ein Eis außer der Reihe gekauft werden kann. Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe oder der Abschlussklassen können mehr Geld dabeihaben, um sich beispielsweise am Kiosk eine Zeitschrift oder ein Buch kaufen zu können.

Gute Orientierung: die Taschengeldempfehlung vom Jugendamt 2020

Die Jugendämter geben für Klassenfahrten keine eigene Empfehlung, dafür aber für normales Taschengeld, an dem sich Eltern und Lehrpersonen orientieren können. Demnach sollte zehnjährigen Kindern ein monatliches Taschengeld von etwa 15 Euro, 14-jährigen Teeangern rund 30 Euro zustehen.


Die Tabelle des Jugendamtes bietet eine sehr gute Orientierung für Lehrerinnen und Lehrer:

  • Taschengeldhöhe: Lassen Sie die Kinder für die Klassenfahrt den gesamten Monatsbetrag mitnehmen.
  • Dauer: Diese Empfehlung bezieht sich auf eine 5-Tages-Fahrt.
  • Eltern einbeziehen: Diskutieren Sie den Betrag mit den Eltern und passen sie ihn ggfls. an.
  • Kinder einbeziehen: Die Eltern sollten ihren Schützlingen die Ausnahmeregel verdeutlichen.

Auf einen Blick: Taschengeldtabelle nach Klasse

Klasse Taschengeld für 5-Tage-Klassenfahrt
Klasse 1 6 Euro
Klasse 2 8 Euro
Klasse 3 12 Euro
Klasse 4 14 Euro
Klasse 5 16 Euro
Klasse 6 18 Euro
Klasse 7 22 Euro
Klasse 8 25 Euro
Klasse 9 30 Euro
Klasse 10 35 Euro
Klasse 11 45 Euro
Klasse 12 70 Euro
Klasse 13 70 Euro

Achtung: Zu berücksichtigen ist die finanzielle Situation der Familien, denn das Taschengeld kommt noch zu den Kosten einer Klassenfahrt hinzu. Hier müssen Lehrerinnen und Lehrer Fingerspitzengefühl beweisen und die Taschengeld-Höhe auf eine Summe festlegen, die für alle Eltern leistbar ist. Auch wenn Eltern mehr Geld zur Verfügung stehen sollten, wird empfohlen, sich an der Taschengeldtabelle zu orientieren.

Klassenfahrten aufs Land sind in der Regel weniger kostenintensiv, weil kaum „Verführungen“ auf die Schüler warten, für die sie Geld ausgeben könnten. Für Städte-Klassenfahrten sollte etwas mehr Taschengeld eingeplant werden.

Taschengeldempfehlung für Kinder: Versteckte Kosten identifizieren

Auf der verpflichtenden Elternversammlung klärt sich auch, ob versteckte Kosten wie Transfer und Zusatzleistungen auf die Schüler warten. Ist dies der Fall, sollten die Eltern das Taschengeld aufstocken, damit ihre Kinder Fahrkarten kaufen, den Freizeitpark besuchen oder Fahrräder ausleihen können.

Versteckte Kosten können sein:

  • Busfahrkarten
  • Eintrittskarten
  • Ausleihgebühren für Fahrräder
  • Getränke und Snacks
  • Souvenirs

Viele Klassen nutzen auch einen Kuchenbasar oder ähnliches, um ihre Klassenkasse aufzubessern und mehr Geld für ihre Schulfahrt ausgeben zu können. Auf diese Weise können versteckte Kosten aus den Einnahmen gezahlt werden und der Elterngeldbeutel wird geschont.

Taschengeld und andere Wertsachen richtig aufbewahren

Um das Klassenfahrten-Geld schließlich nicht zu verlieren, sollten Eltern ihren Kindern die sorgsame Aufbewahrung dessen beibringen. Verfügt der Schüler/die Schülerin in der Jugendherberge über einen abschließbaren Schrank, kann er/sie einen Teil des Geldes dort deponieren und den anderen Teil bei sich führen. So hat das Kind bei einem Verlust noch Reserven.

Tipp: Der Brustbeutel ist die sicherste Variante, um nichts zu verlieren oder bestohlen zu werden.

Warum sind Wertsachen auf Klassenfahrt besser tabu?

Teure Handys, Tablets oder Notebooks … Wertsachen sind auf Klassenfahrten immer eine Herausforderung. Viele Schüler haben noch keinen gefestigten Charakter, weshalb Warnungen, die die Wertsachen betreffen, meist nicht befolgt werden. Die Schülerinnen und Schüler wollen mit den Wertsachen angeben oder den gewohnten Komfort auch auf der Klassenfahrt genießen.


Das Problem: Weder ist in Jugendherbergen und Schullandheimen der Verschluss von Wertgegenständen in Form von abschließbaren Schränken gesichert, noch lassen sich die Zimmer immer abschließen. Beim Aufladen des Handys und auch im Allgemeinen sollten Mobiltelefone von den Schülern nicht aus den Augen gelassen werden. Neid ist ein häufiges Diebstahl-Motiv während einer Schulreise.


Was können die Lehrpersonen tun? Sie sollten mit den Kindern und den Eltern besprechen, dass nur Dinge mitgenommen werden dürfen, deren Verlust nicht so tragisch wäre, u.a. der bereits ausrangierte MP3-Player. Das iPad und das MacBook bleiben zu Hause.



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