Einzigartige Abschlussfahrten: Ideen für Schulklassen

Schülerinnen und Schüler auf Abschlussfahrt am Meer

Berlin, Krakau, München oder Paris – die Abschlussfahrt sollte etwas ganz Besonderes für die Schüler*innen werden, denn sie werden das letzte Mal als Gruppe verreisen. Die Schulzeit ist zu Ende und nach dem Abschluss werden die Jugendlichen getrennte Wege gehen. Lehrkräfte sollten aus diesem Grund Spaß, Kultur und Freizeit in ein angenehmes Gleichgewicht bringen, indem sie das klassische Sightseeing mit Freizeitanreizen verbinden, die die Gruppe begeistern. Diese sorgen für schöne Erinnerungen!

Abschlussfahrt-Ziele: Ideen, die Schülerherzen höherschlagen lassen

Weil es für die Schüler eine besondere Fahrt ist, wollen sie diese an einem besonderen Ort verbringen – am liebsten im Ausland. Der Spagat ist schwierig: Den Schülern größtmöglichen Freiraum lassen, aber die Schulveranstaltung in geregelten Bahnen halten. Der Einbau von kulturellen Höhepunkten und Besichtigungsschwerpunkten sollte mit Augenmaß erfolgen.

Profitieren Sie am besten von den Erfahrungen eines Reiseveranstalters: Es gibt ganz klassische Ziele, die sich beim gemeinsamen Verhandeln des Reiseziels oft herauskristallisieren. Es ist überraschend einfach, mit einem passenden Programm des Veranstalters wirklich alles unter einen Hut zu bringen.

Abschlussreise-Ideen: Was kommt gut an?

  • Venedig und der Markusdom
  • Barcelona und Salvador Dalí
  • Split und die römische Vergangenheit von Pula

Städte wie Lloret del Mar in Katalonien, Rimini, oder Pula sind oft als Partystädte bei den Schülern bekannt. Rundherum finden Sie aber genau bei diesen Beispielen wunderbare Programmpunkte, die Lehrern und Schülern gemeinsam gefallen dürften.

Klassenfahrten bei schulfahrt.de finden

Was gilt es für die Abschlussfahrt zu bedenken?

Eventuell sollten Sie die Erwartungen der Schüler an die Schulfahrt als ersehnte Megaparty etwas herunterschrauben und die Abschlussschüler auf eine normale Klassenfahrt, die aber die Letzte ist, einstimmen. Bestimmte Grenzen und eine klare Linie zum allseits präsenten Thema Alkohol sind essenziell. Hier müssen auch die Eltern mitziehen und die notwendigen Sicherheits- und Ordnungsregeln des Lehrers oder der Lehrerin akzeptieren und vertreten. Sie werden schriftlich festgehalten und unterschrieben.

Ob die Klassenfahrt ins Ausland erlaubt wird, ist je nach Land und Landkreis, ggf. nach Schule nochmals unterschiedlich geregelt. Meist ist es so: Abschlussfahrten der Sekundarstufe 1 werden auf Schulkonferenzen beschlossen. Der Lehrer muss einschätzen, ob er die Klasse für reif genug hält, sie im Ausland zu beaufsichtigen. In der gymnasialen Oberstufe werden Abschlussfahrten häufig im benachbarten Ausland gebucht, weil sie etwas Besonderes versprechen und gleichzeitig nicht weit weg von der Heimat sind.

Die beliebtesten Abschlussfahrt-Ziele in Deutschland


Hoch im Kurs: Abschlussfahrt-Reiseziele in der Großstadt

Am einfachsten lassen sich Schüler*innen für Städtereisen begeistern, denn Großstädte gelten unter Schülern und Schülerinnen als aufregendes Reiseziel. Der Vorteil für Lehrer*innen: Städte haben eine hohe Dichte an Gedenkstätten, Museen und Sightseeing-Möglichkeiten, mit denen der Lehrplan gestaltet werden kann. Die beliebtesten Klassenfahrt-Ziele am Ende der Schullaufbahn sind London, Paris, Berlin, Prag und Rom.

Ein interessantes Reiseziel für die Lehrkraft ist auch Brüssel: Das kleine Paris überzeugt sie mit dem Europäischen Parlament und anderen politischen Institutionen und die Schüler*innen durch ein tolles Sightseeing-Angebot. Außerdem wird die Schulreise dorthin von der EU mit Kilometergeld gefördert. Auch in Berlin ist die Möglichkeit zur politischen Bildung vorhanden. Oder wie wäre es mit Hamburg? Hier gibt es ein vielfältiges Angebot für Kunst und Kultur.

Wenn die westeuropäischen Großstädte für Schulklassen nicht erschwinglich sind, wandert der Blick häufig gen Osten: In Budapest, Krakau oder Prag atmen die Schüler in Museen und Gedenkstätten Geschichte und haben zudem während der freien Zeit zahlreiche Möglichkeiten, an Plätzen und Cafés das pulsierende Leben einer Metropole zu genießen.

Tipps für Abi-Abschlussfahrten: Was kommt gut an?

  • Die wahre Kunst ist es, ein ausgewogenes Verhältnis von Mitbestimmung der fast erwachsenen Abiturienten und Abiturientinnen und der Abarbeitung des Lehrplanes auf der Klassenfahrt zu finden.
  • Besonders geeignet sind Touren in größere Städte: hier lassen sich Bildung, Kultur und die Interessen der Schüler*innen mit Abstand am besten verbinden.
  • Auch während der Reise sollte auf ein gutes Mittelmaß zwischen Freiraum der Schüler*innen und lehrplanbezogenen Schwerpunkten geachtet werden: nur so werden die Erwartungen an die Fahrt auch erfüllt.
Schülerinnen und Schüler auf Abi-Abschlussfahrt

Abiturient*innen sind reif genug, um sie in die Planung der Klassenfahrt zu involvieren und dem Lehrkörper einige Organisationsarbeiten abzunehmen. Für Schüler*innen der Sekundarstufe II ist eine Klassenfahrt im Abiturjahrgang meist die letzte – und so soll sie als tolle Abschlussfahrt in Erinnerung bleiben.

Außergewöhnliche Reiseziele für die Abi-Abschlussfahrt


Exkursionsbeispiele und beliebte Ziele für Abschlussfahrten in Europa

Schülerin entspannt auf Abschlussfahrt

Wohin soll die Abifahrt gehen? Fündig wird man sowohl im eigenen Land oder in den Nachbarländern:

  • Berlin: Die Stadt atmet durch die jahrelange Teilung Geschichte, die sich im öffentlichen Raum (Berliner Mauer), in Gedenkstätten (Denkmal für die ermordeten Juden Europas), Museen (DDR-Museum/ Checkpoint Charlie) oder politischen Institutionen (Reichstag) manifestiert.
  • Brüssel: In unserem EU-Nachbarland Belgien vermag eine Klassenfahrt Sightseeing verschiedener Städte auf engstem Raum sowie politische Bildung miteinander zu verbinden. Reisen zum Europäischen Parlament werden unter Umständen von der EU mit Kilometergeld gefördert. Nach dem Besuch des Regierungsviertels kann Brüssel, oder auch „Klein-Paris“ genannt, unsicher gemacht werden. Weitere attraktive Städte in unmittelbarer Nähe sind die Mode-Stadt Antwerpen oder die Märchenstadt Brügge.
  • Krakau: Es gibt kaum einen Schüler oder eine Schülerin in jüngster Vergangenheit, der oder die nicht mindestens ein Konzentrationslager besucht hat. Ein Klassenfahrten-Ziel könnte die attraktive Stadt Krakau sein, die nur eine Autostunde vom größten der ehemaligen Vernichtungslager entfernt liegt. Der Besuch der Gedenkstätte in Auschwitz stellt ein einschneidendes Erlebnis für die Schüler*innen dar. In Krakau selbst warten weitere Bildungsinstitutionen zur jüdischen Geschichte. Zur Erholung von den Geschichtslektionen kann die historische Altstadt besichtigt werden.

Infos zum Bildungsanspruch für Abi-Abschlussfahrten in Deutschland & weltweit

Im Wesentlichen unterscheidet sich die Planung einer Exkursion mit Abiturienten nicht von anderen Klassenfahrten. Es sind Zeitfenster einzuhalten, Eltern zu informieren und das Geld einzutreiben. Eine genaue Aufstellung finden Sie in der Checkliste für Lehrer.

Weil die Abi-Abschlussfahrt auch integraler Bestandteil des Lehrplanes ist, sollte bei der Wahl des Reiseziels darauf geachtet werden, nicht nur die sozial-integrative Karte auszuspielen, sondern die Wissensvermittlung ins Zentrum zu stellen. Aus diesem Grund passt die Bezeichnung Exkursion besonders gut, weil es sich um einen themenbezogenen Exkurs aus dem Lehrplan handelt, der in einer anderen Umgebung als dem Klassenraum stattfindet.

Die sogenannten bildungspädagogischen Reisen können auch in Orte wie Lloret de Mar oder Rimini gehen. Gerade hier lassen sich bei sorgfältiger Wahl des Veranstalters herausragende, kulturell anspruchsvolle Touren finden, die aber auch am Abend attraktive Angebote bieten. Ködern Sie als Lehrkraft Ihre Schüler*innen eventuell mit Städtetrips, die das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden: Hier können Gedenkstätten, Museen, Labors etc. besucht und ganz nebenbei Sightseeing betrieben werden.

Insgesamt sollte die Lehrperson bei Exkursionen mit Abiturienten darauf achten, dass sie einen thematischen Schwerpunkt erkennen lässt und ihn während der Reise in verschiedenen Stationen konsequent verfolgt. Den Schüler*innen sollte dabei noch genügend Freiraum zur eigenen Entfaltung eingeräumt werden. Nur so macht eine Abi-Abschlussfahrt Spaß.


Häufig gestellte Fragen


Zu den beliebtesten Zielen für Abschlussfahrten zählen Barcelona und Salvador Dalí, Venedig und der Markusdom sowie Split (Kroatien) und die römische Vergangenheit von Pula.
In der Regel wird eine Fahrt ins Ausland gewählt, doch manchmal haben die Schülerinnen und Schüler auch Lust auf eine deutsche Großstadt – am besten ist, die Schülerschaft direkt nach ihren Wünschen zu befragen und in die Entscheidung einzubeziehen.
Grundsätzlich bietet es sich an, nach der zehnten Klasse eine Abschlussfahrt zu veranstalten. Eine Klassenfahrt-Pflicht gibt es allerdings nicht. Ob eine Fahrt stattfindet, wird von Schulleitung, Lehrperson, Schülerschaft und Eltern entschieden.


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