Erfahren Sie, mit welchen Aktionen die Klassenkasse aufgebessert werden kann, damit sich die Gesamtkosten der einzelnen Schüler für die Klassenfahrt merklich verringern.
Zu den beliebtesten Initiativen gehört der Kuchenbasar, denn damit haben die meisten Lehrer gute Klassenkasse-Erfahrungen gesammelt. In der großen Pause werden die Tische auf die Gänge oder den Schulhof gestellt und verschiedene Kuchenstücken zu moderaten Preisen angeboten. Es sollte vorher abgestimmt werden, welcher Schüler welchen Kuchen mitbringt, denn eine große Auswahl bedeutet letztlich auch mehr Geld. Genauso gut funktioniert das Anbieten von Leckereien auch mit Keksen oder Plätzchen in der Weihnachtszeit.
Schüler sollten über den Kuchenbasar mit Hilfe eines Plakats in der Schule informiert werden, so dass sie zum angekündigten Tag ein paar Euro mehr mitbringen. Es bietet sich an, eine Info-Tafel zu basteln, die darüber Aufschluss gibt, für welchen Zweck das Geld gesammelt wird. Denn: Wer weiß, wofür er spendet, spendet mehr.
Was jedoch die Wenigsten wissen: Das Anbieten von Speisen für nicht-gewerbliche Zwecke unterliegt einigen Hygienevorschriften. Nicht angeboten werden dürfen u. a. Torte, Pudding oder Hackfleisch. Eine andere Verordnung gilt allerdings schon immer. Der Verkauf von alkoholischen Getränken oder alkoholhaltigen Lebensmitteln auf dem Schulgelände ist, wie in den Schulverordnungen festgeschrieben, verboten.
Auch das Gerücht, dass Kuchenbasare durch das geänderte EU-Recht zur Kennzeichnung von Lebensmitteln gefährdet seien, stimmt nicht. Da es sich um Privatpersonen auf lokaler Ebene handelt, sind diese nicht betroffen. Neben dem Kuchenangebot könnte zusätzlich eine Tombola mit kleinen, aber feinen Preisen platziert werden. Diese können ideeller Natur sein oder aus ausrangierten Produkten der Schüler bestehen.
Etwas mehr Organisationsarbeit erfordern Events wie Benefizkonzerte und Spendenläufe, die von den Schülern geplant werden können. Zum einen bringt das eine positive Wahrnehmung der Schule mit sich und zum anderen können Chöre, Schülerbands, Individualisten an Instrumenten und natürlich die Sportskanonen ihr Können unter Beweis stellen. Neben den Spenden für eine Hilfsorganisation kann auch für die Klassenfahrt gesammelt werden. Bei Wohltätigkeitsbällen, auf denen die Schüler zeigen können, dass die Tanzschule nicht umsonst war, ist es realistisch, in kurzer Zeit höhere Summen einzunehmen.
Zudem haben sich Sponsoren aus der Region in der Vergangenheit als gutes Mittel bewiesen, um die Klassenkasse aufzubessern. Dieser Vorschlag soll nicht als Aufforderung zum Betteln und Hausieren verstanden werden, aber große Unternehmen oder die Sparkassen sind eng mit der Region verwurzelt und spenden gerne, wenn es um die Sicherung zur Durchführung von Klassenfahrten geht.
Fragen Sie Ihre Kollegen nach ihren Erfahrungen!
Etwas mehr Aufwand, aber eine lehrreiche Klassenkasse-Aktion für Schülerinnen und Schüler bietet ein Flohmarkt. Nicht nur die Klassenkasse wird aufgebessert, die Kinder lernen auch den Umgang mit Geld, nehmen die Rolle von Händlern ein und üben sich im sozialen Miteinander. Zudem können Sie kleine Marketing-Strategien ausprobieren wie 2-für-1-Angebote.
Wenn ein Flohmarkt auf dem Schulgelände veranstaltet wird, sollte die Klasse mit einem eigenen Stand auftreten und via Plakat darauf hinweisen, dass der Erlös direkt in die Klassenfahrt fließen wird. Nutzen Sie aber auch die Möglichkeit, bei einem anderen Flohmarkt präsent zu sein.
Als sehr lukrativ erweist sich die Präsenz mit einem eigenen Stand auf dem Weihnachtsmarkt (oder alternativ: Ostermarkt, verkaufsoffener Sonntag etc.). Auch hier sollte ein Plakat auf die Charity-Aktion zugunsten der Klassenfahrt hinweisen.
Was soll verkauft werden?
Wenn sowohl Lehrperson als auch Schülerschaft eine Affinität fürs Schreiben und Publizieren haben, ist eine Schülerzeitung eine tolle Projektidee, mit der nebenbei auch die Klassenkasse aufgebessert werden kann. Wichtig ist hier, hochwertige Inhalte zu liefern, welche die Schüler tatsächlich interessieren und wofür sie Geld investieren würden. Eine Schülerzeitung kann je nach Inhalt auch an Eltern verkauft werden.
Der Lehrer ist zur Führung einer Klassenkasse nicht verpflichtet und auch Eltern sind nicht verpflichtet, in die Klassenkasse einzuzahlen. Seien Sie sich auch bewusst, dass es zu Konflikten über die Sinnhaftigkeit von Ausgaben mit der Elternschaft kommen kann. Sammeln Sie daher Belege über alle Einnahmen und Ausgaben oder übertragen Sie die Aufgabe direkt einem Elternteil.
So eröffnen Sie ein Klassenkonto:
1.Fragen Sie bei Banken nach, ob sie ein spezielles Klassenkonto anbieten. Diese sind in der Regel kostenlos.
2.Für die Verwaltung sollte ein Elternteil die Vollmacht über das Klassenkonto eingeräumt werden.
3.Auf Elternabenden sollte der Verantwortliche einen kurzen Einblick in die Aktivitäten auf dem Klassenkonto geben: Listen Sie Einnahmen und Ausgaben detailliert und für alle nachvollziehbar auf.
Wenn Sie diese Hinweise berücksichtigen und mit einer der vorgestellten Aktionen die Klassenkasse aufbessern, steht einer großen Schulfahrt nichts mehr im Wege!
Gern stellen wir ein passendes Angebot für Ihre Klassenfahrt zusammen