Die besten (Grusel)geschichten auf der Klassenfahrt erzählen

  • Gruselgeschichten gehören zum festen Klassenfahrten-Programm für Grundschullehrer
  • Sie müssen überzeugend, am richtigen Ort, jedoch nicht zu blutig vorgetragen werden; alternativ werden sie von Schülern weitererzählt
  • Ungruselige Gruselgeschichten gibt es zum Beispiel von Ottfried Preußler

Gruselgeschichten werden seit jeher auf Klassenfahrten erzählt, um sich abends die Zeit zu vertreiben. Die Gruselgeschichte hält womöglich die einzigen Momente bereit, an denen die Kids vollkommen gebannt und ruhig auf den Lehrer hören. Doch welche Zutaten brauchen Sie für eine gute Geschichte? Das Team von schulfahrt.de gibt Grusel-Tipps.

Vorbereitung ist das A und O

Gruselgeschichten sind nicht nur bei Lehrern als Programmpunkt auf einer Klassenfahrt beliebt, sondern auch bei den Kindern selbst. Sie selbst wissen, wie kreativ schon Grundschüler sein können, die dann, wenn bereits die Nachtruhe ausgerufen wurde, noch auf ihren Zimmern mit Gemurmel und Taschenlampen-Geflacker auf sich aufmerksam machen. Diese Geschichten sind dann natürlich oft nochmal gruseliger als die des Lehrers. Der allerdings sollte bestimmte Grenzen nicht überschreiten, u.a. blutige Details und zu viel Tod und Leid vermeiden. Der ideale Ort, eine Gruselgeschichte zum Besten zu geben, ist das Lagerfeuer oder die Nachtwanderung.

Doch die Story sollte gut vorbereitet sein. Ältere Kollegen kennen einige Geschichten seit 30 Jahren aus dem FF – weil sie sie oft genug erzählt haben. Üben Sie zwei oder drei Geschichten zu Hause ein, sprechen Sie Freunden oder dem Partner vor, um die Schwachstellen in ihrer Erzählung auszubessern. Schreckgeschichten finden Sie am einfachsten im Internet, das Grundgerüst können Sie nach Belieben abwandeln. Einige Lehrer haben auf ihren Webseiten die besten Gruselgeschichten aus vielen Jahren Pädagogikarbeit gesammelt, wir verweisen hier gern auf die Kollegen von Praxis Jugendarbeit. Günstige Literatur finden Sie zudem im Online-Buchhandel, die mit Altersangaben (ab 6,8 oder 10 Jahren) die richtige Zielgruppe adressieren.

Auf die Erzählung kommt es an

Die Art und Weise der Erzählung ist mindestens genauso wichtig, wie die Geschichte selbst. Erinnern Sie sich noch, wie Ihnen Ihr Großvater Geschichten vorgetragen hat? Mit nachdenklicher Stimme, variabler Lautstärke, immer recht langsam, um der Geschichte mit Kunstpausen Nachdruck zu verleihen. Kein Stottern, kein Verhaspeln, kein roboterhaftes Referieren. Das ist nur mit Übung möglich.

Die zweite Variante ist, die Kinder miteinzubeziehen und ihre Kreativität anzuregen. Dazu führen sie eine begonnene Gruselgeschichte einfach weiter oder beenden diese. Ein großer Spaß ist es, die Erzählung am Lagerfeuer reihum – Stück für Stück – weiterzuerzählen. Das löst ein wenig auch die Ängste, die bei einer zu fürchterlichen Lehrer-Geschichte entstehen könnten.

Wie gruselig darf’s sein?

Beim Gruselfaktor herrscht Uneinigkeit unter den Kollegen. Für einige stellt es kein Problem dar, den jungen Schülern mal ein wenig Angst einzujagen, um sie ein wenig „abzuhärten“. Doch wie viele Eltern haben sich bereits beschwert, dass ihre Kinder nicht mehr einschlafen können ob der schrecklichen Gruselgeschichten? Der Mittelweg scheint der richtige zu sein. Stimmen muss vor allem der Erzählrahmen: Wenn Sie mit den Kindern im dunklen Wald unterwegs sind und sie sich bereits fürchten, muss nicht noch zusätzlich Angst gestreut werden. Am Lagerfeuer auf dem Jugendherbergsgelände ist das schon unbedenklicher.

Gänzlich harmlos ist die Alternative Ottfried Preußler. Der berühmte Kinderbuchautor hat mit seinen netten Gruselgeschichten ganze Generationen begeistert. Das kleine Gespenst oder die kleine Hexe sind durch und durch liebenswürdige Figuren, die bei den Kleinen immer wieder gut ankommen und garantiert keine Angstzustände im Herbergsbett auslösen.

Geschichten für Gruppen jenseits der Grundschule?

Unglaubliches passiert, wenn da der Rahmen stimmt: Smartphones sind tabu, sämtliche Elektronik- Gimmicks sind unerwünscht.

Schüler hören einfach zu und genießen eine Situation, die in vielen Familien gar nicht mehr vorkommt: Oder kennen Sie noch einen Großvater, der Enkeln am Sonntag Morgen im Bett bei einer Tasse Kaffee die alten Mosaik- Comics aus seiner Jugend vorliest und dabei gleich noch Oma und Hund begeistert?

Also: Wenn am Abend im Gemeinschaftsraum nur noch der Lesesessel beleuchtet ist und die Gruppe einen Sinn für eine ganz harmonische Stunde hat, wenn sich jeder bequem hingelümmelt hat und vielleicht paar Teegläser zauberhaft vor sich hin dampfen, dann versuchen Sie es mal mit der „Feuerzangenbowle“ oder auch anderen Geschichten rund um das Thema Schule. Vorlesen wird von jungen Gruppen dann als echte Zuwendung betrachtet, als etwas, was viele so noch nie erlebt haben. Beim Klassentreffen nach 30 Jahren wissen die Kids noch den Titel!

Während der Reise

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