
Die Landeshauptstadt von Thüringen ist ein ideales Ziel für eine Schulfahrt. Die historische Altstadt, zahlreiche Sehenswürdigkeiten und kurze Wege machen die Stadt besonders attraktiv für Schulgruppen. Zu den bekanntesten Highlights zählen die Krämerbrücke, der Erfurter Dom, der Egapark und vor allem der Erfurter Domberg, eines der bedeutendsten historischen Ensembles Thüringens.
Beinahe jeder Tourist beginnt hier seine Stadtbesichtigung: Die Rede ist vom Erfurter Domplatz, dem Zentrum der Stadt. Vom Domplatz aus führen 70 Stufen hinauf zu den beiden wichtigsten Kirchen der Stadt:
Auf dem Domplatz findet der Wochenmarkt oder - falls Sie Ihre Reise nach Erfurt in der Weihnachtszeit planen - der Weihnachtsmarkt statt. Dieser ist weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt. Recht malerisch ist dieser vor der beeindruckenden Kulisse des beleuchteten Doms; selbst ein Riesenrad ist hier präsent. Der Geruch nach Glühwein und Rostbratwurst steigt einem hier sofort in die Nase. Nicht zu vergessen die bekannten Erfurter Schittchen, eine Art Stollengebäck, das unglaublich lecker ist.
Der Erfurter Dom prägt mit seinen rund 80 Metern Höhe das Stadtbild maßgeblich. Historisch bedeutsam ist er unter anderem, weil Martin Luther hier zum Priester geweiht wurde.
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Inneren zählen:
Gerade für Schulklassen bietet der Dom einen anschaulichen Zugang zur mittelalterlichen Kirchen- und Stadtgeschichte.
Einen ersten Kirchenbau auf dem Erfurter Domberg soll es bereits im Jahr 742 gegeben haben. Dieser soll etwa um das Jahr 1150 allerdings eingestürzt sein. In den Jahren von 1154 bis 1252 begann man dann, eben an jener Stelle eine dreischiffige Basilika zu errichten.
Etwa um das Jahr 1350 wurde der hochgotische Chor errichtet, der noch heute ein absolutes Meisterwerk der gotischen Architektur ist.
Im Jahr 1452 stürzte ein Teil des Doms erneut ein und musste neu aufgebaut werden. Wann die zweite Kirche auf dem Domberg St. Severi errichtet wurde, ist nicht bekannt. Man nimmt aber an, dass es bereits im Jahr 700 an dieser Stelle ein Kloster gab.In der heutigen Gestalt existiert das Gotteshaus etwa seit dem Jahr 1350. Auch diese Kirche sollten Sie unbedingt von innen besichtigen, denn hier befindet sich unter anderem der Sarkophag des Heiligen Severus von Ravenna.
Jeweils sonntags um 9:30 Uhr können Sie in der Kirche an einem Gottesdienst teilnehmen. In der Woche kann diese täglich in der Zeit zwischen 9 und 17 Uhr besichtigt werden und ist ein beliebtes Ziel von Pilgern.
Außerhalb des Gottesdienstes kann der Erfurter Dom kostenfrei besichtigt werden. Sie können sich aber auch einer der öffentlichen Führungen anschließen, die täglich um 14 Uhr stattfinden.
Der Erfurter Dom kann außerhalb der Gottesdienste kostenfrei besichtigt werden. Besonders empfehlenswert für Schulgruppen sind:
Tipp: Während der Domstufen-Festspiele sind Teile des Dombergs eingeschränkt zugänglich.
Der Erfurter Domberg eignet sich hervorragend, um Themen wie Mittelalter, Reformation, Stadtentwicklung und Kirchenbau anschaulich zu vermitteln. Durch kurze Wege in der Altstadt können viele Sehenswürdigkeiten Erfurts fußläufig erreicht werden, was die Organisation einer Klassenfahrt erleichtert.
In Kombination mit Museumsbesuchen, Stadtführungen und altersgerechten Domführungen wird Erfurt zu einem lebendigen Lernort außerhalb des Klassenzimmers.
Der Erfurter Domberg ist ein absolutes Muss bei einer Klassenfahrt nach Erfurt. Das einzigartige Ensemble aus Dom, St.-Severi-Kirche und Freitreppe bietet nicht nur beeindruckende Architektur, sondern auch einen tiefen Einblick in die Thüringer Geschichte.
In unmittelbarer Nähe befinden sich weitere Sehenswürdigkeiten wie:
Am besten lässt sich der Besuch des Dombergs mit einer Stadtführung durch die Altstadt verbinden, bei der typische Fachwerk- und Patrizierhäuser entdeckt werden.
