Bautzen: ein schiefer Turm & Jahrhunderte alte Wasserkunst



Die sächsische Kleinstadt Bautzen, welche auf eine über 1000 jährige Geschichte zurückblicken kann, hat für interessierte Gruppen allerhand zu bieten. Hier einige der Hauptgründe, warum sich eine Klassenfahrt nach Bautzen lohnt.

Der Schiefe Turm von Sachsen

Wer in nächster Zeit keine Gelegenheit hat nach Italien zu gelangen, aber schon immer mal den schiefen Turm von Pisa sehen wollte, hat auch in Deutschland ähnliche Möglichkeiten. Mit ca. 20 bekannten schiefen Türmen in unserem Land hat man auch hier gute Karten. Direkt an der Spree führt es uns nach Bautzen - einer großen Kreisstadt in Ostsachsen - wo man den Reichenturm findet. Wegen seiner Neigung von 1,44 Metern wird er als der „schiefe Turm von Bautzen“ bezeichnet. Dieses auf den ersten Blick synthetische Gebäude hebt sich von den anderen Gebäuden ab und wird täglich von staunenden Blicken der Leute, die den Turm nicht kennen, wahrgenommen. Wenn man erst einmal die Treppenstufen des 55,25 Meter hohen Turmes gemeistert hat, wird man mit einer wunderschönen Aussicht über die Stadt belohnt. Der Reichenturm hat eine umfangreiche und spannende Geschichte und ist ein Muss bei einem Besuch von Bautzen. Eine lange Zeit (im 17.- und 18. Jahrhundert) sah man anstatt des Turmes nur eine Ruine. Nachdem der Reichenturm mehrfach beschädigt, zerstört und niedergebrannt wurde, begann 1715 der Wiederaufbau mit einer massiven Bauweise des oberen Teils zur Sicherheit vor einer weiteren Zerstörung. Dass die Spitze des Turmes vom Lot abweicht, liegt einerseits daran, dass es aufgrund finanzieller Probleme an Materialien für den mehrfach neuerbauten Turm fehlte, sowie am hohen Gewicht des massiven Oberteils. Dies stellte man nach einer Untersuchung im Jahre 1747 fest.

Die Wasserkunst von Bautzen

Wenn man von der Bautzener Wasserkunst spricht, meint man 2 Gebäude: die Alte und die Neue Wasserkunst. Das 47 Meter hohe Siebengeschoss der Alten Wasserkunst aus massivem Gestein ist ein echter Blickfang für alle Besucher in Bautzen. Es ist ein Rundturm, welcher sich am Rande der Altstadt befindet. Schon im Jahre 1495 kam es zum Bau der ersten Wasserkunst, da die Stadt mit ihren 86 Brunnen nicht genügend Wasser für die gesamte Bevölkerung zur Verfügung stellen konnte. Leider brannte dieses Bauwerk 19 Jahre später ab. Dies war der Grundstein für den im Jahre 1558 fertiggestellten Turm, welcher die heutige Form der steinernen (Alten) Wasserkunst hatte.

Damals floss das Wasser der Spree mithilfe eines Wasserrades durch sämtliche Pumpen und Turbinen bis hin zum höchsten Punkt der Stadt. Als das Flusswasser für die Einwohner zu ungenießbar wurde, benutzte man das Grundwasser. Aufgrund des starken Bevölkerungszuwachses reichte der Wasservorrat nicht mehr aus. Daher wurde nach 4 Jahren Bauzeit, 1610 die Neue Wasserkunst mit einem 45 Meter hohem Turm fertiggestellt. Er befindet sich im Süden der Altstadt und wurde vor 10 Jahren umfangreich renoviert. Der über 450 Jahre währende Arbeitseinsatz der Neuen Wasserkunst endete 1965, da das Wasserwerk in Sdier, Bautzen durch eine Fernwasserleitung mit Trinkwasser versorgte. Doch die Arbeit des Wasserwerkes hörte nicht ganz auf. Etwa 30 Jahre später war der Wasserturm wieder in Betrieb.

Er dient heutzutage als Anschauung der Funktionsweise der ehemaligen Neuen Wasserkunst. Außerdem erfüllt er einen „kleinen Energiezweck“. Das ursprüngliche Wasserrad wurde gegen eine Turbine ausgetauscht, mit deren Hilfe etwas Strom durch die Wasserkraft der Spree gewonnen wird. Die Anlage kann bis zu 10 Kilowatt liefern. 50 Prozent des erzeugten Stromes werden im selben Gebäude verbraucht und die andere Hälfte wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Das Besteigen des Turmes lohnt sich auch hier für jeden Interessenten. Sobald man die 184 Stufen bezwungen hat, kann man eine fantastische Aussicht über die Dächer der Stadt, bis hin zum Lausitzer Bergland genießen. Fahren Sie mit schulfahrt.de in das Gebiet der Oberlausitz und erleben Sie einen Tag Bautzen mit seinen Sehenswürdigkeiten aus einer aufregenden, mehr als 1000-jährigen, Geschichte!

Ein Kennertipp für Besucher der Stadt

Besuchen Sie nach dieser aufregenden Tour den „Eisdealer“ in der Goschwitzstraße. Wer keine Lust hat auf Aromastoffe und kalten Schnee ist hier genau richtig! Das frische Kugeleis aus eigener Herstellung hat neben seinen einzigartigen Sorten eine sehr gute Qualität. Egal ob Himbeer-Vanille, Mohn-Marzipan, Schoko-Chili, Frischkäse-Tomate-Zimt oder Pina Colada – mit über 100 Kugeleiskreationen ist man beim Eisdealer gut bedient.



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