Berlin- was ist denn bitte eine Museumsinsel?



Die Museumsinsel ist zentral in Herzen Berlins gelegen. Sie setzt sich aus mehreren Museen zusammen. In diesem Sinne eignet sich der Besuch in Berlin auf der Museumsinsel besonders als Kursfahrt für Geschichtskurs oder als Studienfahrt.

Unternehmen Sie auf Ihrer Klassenfahrt nach Berlin, einen Ausflug zur Museumsinsel. Auf dieses gibt es interessante Museen für jede Klasse und jedes Klassenprofil.


Die Museumsinsel und ihre Museen

Die Museumsinsel ist eine in die Spree gebaute Museumslandschaft in Berlin. Sie besteht aus den folgenden Museen: Alte Nationalgalerie, Altes Museum, Bode-Museum, Neues Museum und Pergamonmuseum.
Das einzigartige Bauensemble wurde sogar im Jahr 1999 als UNESCO-Welterbe erklärt. Bereits im Jahr 1830 wurde mit der Umgestaltung der Spreeinsel begonnen. Innerhalb von mehr als einem Jahrhundert hat sich die Insel schließlich in eine Museumslandschaft mit fünf verschiedenen Bauten entwickelt. Über sie führen Gleise von der Bahn, es gibt mehrere Brücken und den Kolonnadenhof.
Insgesamt ist sie als eine ganz besondere Landschaft konstruiert, auf welcher sich die Menschen nicht nur für den Museumsbesuch aufhalten sollen. Fernab von dem Trubel der Hauptstadt kann man auf der Museumsinsel auch einmal die vorherrschende Ruhe genießen. Im Zuge des Masterplans wurde die Museumsinsel vor allem in den 2000er umgestaltet. Das Ziel war es, die Museen mehr miteinander zu verbinden.
Die Besucher haben nun die Möglichkeit, auf einem Rundgang alle wichtigen Exponate in den Museen zu betrachten. Dafür ist nicht mehr der Besucher jedes einzelnen Museums notwendig. Die James-Simon-Galerie wurde dabei komplett neu auf der Insel errichtet. Sie stellt den Eingangsbereich zur Museumsinsel dar. Der Zugang zur Galerie wird seit Sommer 2019 möglich. Insgesamt stand die Neugestaltung der Museumsinsel immer wieder in der Kritik, da vor allem der Aufbau der gesamten Insel neu konstruiert wird.

Alte Nationalgalerie

Die Alte Nationalgalerie schließt sich auf der einen Seite an das Pergamonmuseum an. Die Gemäldegalerie erinnert an einen griechischen Tempel. Rund um die Fassade verlaufen Säule und eine Freitreppe mit einem Reiterstandbild davor bildet den Eingang. Im Museum können vor allem Werke aus dem Impressionismus, der Romantik, dem Klassizismus, dem Biedermeier und der Moderne besichtigt werden. Die Dauerausstellung zeigt die Kunst des 19. Jahrhunderts.

Altes Museum

Auf der anderen Seite befindet sich schließlich das Alte Museum. Das Bauwerk wirkt bereits aufgrund seines klassizistischen Stils besonders imposant und erinnert an die griechische Baukunst. Der Entwurf für das Gebäude stammt von Karl Friedrich Schinkel. Als besonders sehenswert gilt die Rotunde im Zentrum des Bauwerks. Sie ist dem Pantheon in Rom nachempfunden. In der Kuppelhalle stehen zahlreiche Skulpturen parallel zueinander. Im Alten Museum sind vor allem Statuen der griechischen Kunst ausgestellt. Seit 2011 kann die neue Ausstellung "Antike Welten. Griechen, Etrusker und Römer" besichtigt werden.

Bode-Museum

Das Bode-Museum befindet sich an der nördlichen Seite der Insel. Das Museum ist deshalb am besten vom Wasser aus oder von der nahe gelegenen Brücke zu sehen. Das Gebäude wurde im neobarocken Stil errichtet mit einer Kuppel. Das Museum zeigt eine umfangreiche Münzsammlung, byzantische Kunstwerke und eine Skulpturensammlung mit Ausstellungsstücken von deutschen und italienischen Künstlern. Neben den Dauerausstellungen finden im Bode-Museum auch wechselnde thematische Ausstellungen statt.

Neues Museum

Das Neue Museum schließt sich an das Pergamonmuseum an. Das Neue Museum ist erst seit 2009 wiedereröffnet. Die Gebäude wurden im Zweiten Weltkrieg vollkommen zerstört und wurde dann nach einem Entwurf von August Stüler neu errichtet. Die Bauphase hat erst in der 1980er begonnen. Die Fassade des Neuen Museums wirkt im Vergleich zu den anderen Gebäuden sehr schlicht. Dafür gelten die Exponate, wozu auch die Büste der Nofretete gehört, als sehr außergewöhnlich. Weiterhin können in dem Museum die Papyrussammlung und der Bestand des Ägyptischen Museums besichtigt werden. Zudem gehören Exponate aus der Vor- und Frühgeschichte zur Dauerausstellung des Neuen Museums.

Pergamonmuseum

Durch die Gleise der Bahn wird das Pergamonmuseum von dem Bode-Museum abgegrenzt. Das Pergamonmuseum gilt wohl als das bedeutendste Museum auf der Insel. Das wichtigste und zugleich größte Exponat stellt der Pergamonaltar dar. Es handelt sich dabei um eine Rekonstruktion des monumentalen Altars der asiatischen Stadt Pergamon. Der Altar ist zum Teil mit original Friesen gestaltet. Auch das Ischtar Tor stellt ein wichtigstes Ausstellungsstück des Pergamonmuseums dar. Das Tor, welches einst zu den Stadtmauern Babylons gehörte, wurde im Museum rekonstruiert und mit unzähligen Originalfliesen neu errichtet. Das Pergamonmuseum beherbergt hauptsächlich Ausstellungsstücke aus dem asiatischen und islamischen Raum, welche im Zuge von Ausgrabungen entdeckt wurden.

James-Simon-Galerie

Sie ist das neueste Gebäude auf der Museumsinsel, welches erst in diesem Jahr fertiggestellt wird. Der Entwurf stammt von David Chipperfield. Bis in die 1930er wurde die Fläche als Packhof genutzt und war vor allem für die Wirtschaft wichtig. Seitdem die Museumsinsel an Bedeutung gewonnen hat, wurde die Fläche nicht genutzt. Die James-Simon-Galerie soll jedoch kein weiteres Museum sein, sondern eine Art Besucherzentrum und Eingangshalle. Für den Besuch in einem der Museen führt also kein Weg mehr an der James-Simon-Galerie vorbei. Die Halle besteht aus Pfählern. Der Innenraum der Galerie ist verglast. Die James-Simon-Galerie bildet nicht nur von der Bauzeit, sondern auch vom Stil her ein modernes Bauwerk, welches die Museumsinsel in ihren Facetten erweitert.

Der Rundgang

Unterhalb der James-Simon-Galerie wurde auch Gang angelegt. Die archäologische Promenade soll schließlich einen Rundgang durch vier der fünf Museen auf der Museumsinsel ermöglichen. Dahinter soll sich vor allem ein kultureller Rundgang verbergen, welcher von Rom nach Ägypten, Griechenland und Europa führt und zugleich einen Einblick in die Welt des Islams gewährt. Die Museumsinsel zeigt damit einen einzigartigen Rundgang und verbindet die Museen auf eine ganz besondere Weise miteinander.

Der Besuch auf der Museumsinsel

Im Zuge einer Kursfahrt für Geschichtskurs bietet es sich an nicht nur den allgemeinen Rundgang durch dann alle fünf Museen zu wählen, sondern vor allem das Pergamonmuseum zu besichtigen. Auch das Alte und das Neue Museum sind für Geschichtswissenschaftler von Bedeutung. In beiden Museen kann ein Rückblick in die Geschichte gemacht werden.
Im Zuge einer Studienfahrt lohnt sich ein Tagesausflug auf die Museumsinsel, um ausreichend Zeit für die jeweiligen Museen und ihre Ausstellungen zu haben. Auf einer Klassenfahrt mit jüngeren Schülern ist auch der Rundgang durch alle Museen möglich. So kann alle wichtigen Exponate besichtigt werden und der Ausflug beschränkt sich auf mehrere Stunden. Bei Interesse können die Schüler auch in einem der Museen länger verbleiben.



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