Berlin - Die Museenlandschaft: ein Meer an Schätzen erleben!



Kaum eine andere deutsche Stadt hält für ihre Besucher eine so vielfältige Museenlandschaft bereit wie die Bundeshauptstadt Berlin. Daher ist Berlin nicht nur ein ideales Ziel für eine Städtereise, sondern auch wie geschaffen für Klassenreisen. Während einer solchen sollten nicht nur das Brandenburger Tor und die Berliner Mauer auf Ihrem Reiseplan stehen, sondern zumindest auch einige der unzähligen Museen in der Stadt.

Während Ihrer Klassenfahrt nach Berlin können Sie die Museen unserer Bundeshauptstadt besuchen. Ob Kunst und Kultur oder Skurriles wie ein Lippenstiftmuseum oder das Spionagemuseum, in der Museenlandschaft Berlins findet sich für jede Klasse das passende Museum.

Die Museumsinsel - erste Anlaufstelle für Kulturinteressierte

Die Museumsinsel in Berlins historischer Mitte sollten Sie sich während Ihrer Klassenfahrt Berlin nicht entgehen lassen! Immerhin handelt es sich um eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Berlin, die sogar auf der UNESCO-Welterbeliste steht.
Auf einer Gesamtfläche von 8,6 Hektar erwarten Sie einzigartige Sammlungen zur Kultur und Geschichte Europas. Insgesamt fünf Museen können Sie auf der Museumsinsel einen Besuch abstatten: dem Alten Museum, dem Neuen Museum der Alten Nationalgalerie, dem Pergamonmuseum und dem Bode-Museum.
Damit konzentriert sich die Museumsinsel auf archäologische Sammlungen und Kunstobjekte. Im Neuen Museum beispielsweise können Sie eine Büste der ägyptischen Königin Nofretete bestaunen.
Skulpturen und Gemälde des 19. Jahrhunderts hingegen gibt es in der Alten Nationalgalerie zu besichtigen. Das Pergamonmuseum ist eine Sammlung aus gleich drei verschiedenen Museen: der Antikensammlung, dem Vorderasiatischen Museum und dem Museum für Islamische Kunst. So verwundert es nicht, dass dieses Museum auf der Liste der meistbesuchten Einrichtungen in der deutschen Hauptstadt ganz weit oben steht. Das Pergamonmuseum mit dem berühmten Pergamonaltar ist übrigens der neueste Bau der Insel.

Wissen sollten Sie, dass die Museumsinsel während des Zweiten Weltkrieges zu etwa 70 Prozent zerstört wurde. Vor allem das Neue Museum hatte es stark getroffen. Aus diesem Grund ließ man diesen Bau beim Wiederaufbau in den folgenden Jahren zunächst außen vor.
Ende der 1990er Jahre wurde die komplette Insel umfassend saniert. Dank des sogenannten Masterplans der Stiftung Preußischer Kulturbesitz wird noch heute kräftig gebaut. Dennoch erstrahlt der Gebäudekomplex bereits jetzt in seinem ursprünglichen Glanz. Wenn Sie Ihre Klassenreise Berlin in die Sommermonate legen, können Sie sicher an einer der Veranstaltungen teilnehmen, die auf dem Freigelände vor der Museumsinsel regelmäßig stattfinden.

Damit zählt die Museumsinsel in Berlin zu einem der herausragendsten Museumskomplexen in ganz Europa. Jedes Jahr besuchen mehr als zwei Millionen Menschen die beeindruckenden Museen.
Wenn Sie keinen Besuch der Einrichtungen planen, sollten Sie das Gebäudeensemble zumindest von außen betrachten: Während einer Bootsfahrt auf der Spree kommen Sie der Museumsinsel ganz nah.
Das Alte Museum beispielsweise ist ein beeindruckender Bau aus der Zeit des Klassizismus. Eines der beliebtesten Fotomotive aber ist das Bodemuseum, welches sich an der Nordspitze der Insel befindet. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch einer der Führungen anschließen. Während solch eines Spaziergangs über die Museumsinsel erfahren Sie nicht nur wichtige Eckdaten zu deren Geschichte, sondern entdecken auch weitere Highlights. Diese Führungen finden leider nur samstags statt; Tickets können Sie ausschließlich online erwerben. Wenn Sie in der Gruppe unterwegs sind, können Sie auch individuelle Termine buchen.

Nützliche Informationen für Ihren Besuch

Eine Tageskarte für einen Besuch der Museumsinsel kann vor Ort und gern über schulfahrt.de gebucht werden. Diese berechtigt Sie einen Tag lang zum Besuch aller Museen auf der Insel. Vielleicht lohnt sich für Ihre Klassenreise aber auch der Museumspass für Berlin. Mit diesem erhalten Sie drei Tage lang freien Eintritt in mehr als 30 Museen der Stadt. Hierzu zählen unter anderem:

  • die Alte Nationalgalerie
  • das Anne Frank Zentrum
  • das Bauhausarchiv
  • das Technikmuseum
  • das Spionagemuseum
  • das Knoblauchhaus
  • das Jüdische Museum



Die 3-Tages-Karte lohnt sich auf jeden Fall, denn allein um sich alle Museen auf der Museumsinsel anzuschauen, benötigen Sie mehrere Tage. Natürlich können Sie Ihre Eintrittskarten auch direkt vor Ort kaufen, müssen dann aber unter Umständen länger anstehen. Der letzte Einlass erfolgt jeweils 30 Minuten vor der Schließung. Wissen sollten Sie, dass jedes Museum auf der Insel unterschiedliche Öffnungszeiten hat.
Neben der 3-Tages-Karte stehen Ihnen weiterhin das sogenannte Early Bird Ticket und das VIP-Ticket zur Auswahl.

Die außergewöhnlichsten Museen der Stadt

In Berlin können Sie nicht nur Kunst und Kultur in den Museen erleben, die Stadt ist ebenso bekannt für einige Kuriositätenmuseen. Haben Sie schon einmal etwas vom Spionagemuseum gehört? Im Berliner Ortsteil Mitte nimmt Sie dieses mit auf eine spannende Reise in die Geschichte der Spionage. Sie lernen Geheimdienste aus aller Welt kennen. Modernste Technik mit mehr als 200 Monitoren entführt Sie dabei nicht nur in die Welt der Stasi und der NSA, sondern natürlich auch zu James Bond. Auch das Berlin Magic Museum sollten Sie sich während Ihres Aufenthalts nicht entgehen lassen. Hierbei handelt es sich um das weltweit erste Museum rund um die Themen Zauberei und Magie; Mitmachen ist hier definitiv gewünscht! Spannend und auch ein wenig gruselig hingegen sind die "Körperwelten" des umstrittenen Künstlers Gunther von Hagen. Diese Dauerausstellung befindet sich direkt am Alexanderplatz und ist nicht zu verfehlen. Die Reise in den menschlichen Körper wird Ihnen lange in Erinnerung bleiben. Neu sind die Tierplastiken im Menschenmuseum, die nicht weniger interessant als die menschlichen Exponate sind. Zu den weiteren kuriosen Museen, die Ihnen die Bundeshauptstadt zu bieten hat, zählen unter anderem das Lippenstiftmuseum und das Museum der unerhörten Dinge. Letztgenanntes nimmt Sie mit auf eine spannende Reise in die Welt der Fantasie. Auch das Lippenstiftmuseum mit original Lippenstiften von Hildegard Knef oder Evita Perón sehen Sie so sicher nicht jeden Tag. Ein ganz besonderes Highlight in Berlin ist die "Lange Nacht der Museen". Diese bietet Ihnen die Möglichkeit, zahlreiche der Museen in der Zeit zwischen 18:00 und 02:00 Uhr zu besichtigen.

Fazit

Berlin ist immer eine Reise wert! Selbst bei schlechtem Wetter wird Ihnen in der Hauptstadt gewiss nicht langweilig, denn die Museenlandschaft ist so vielfältig wie spannend zugleich. Erste Anlaufstelle während Ihrer Schulreise sollte die Museumsinsel sein, denn diese bietet Ihnen gleich fünf verschiedene Museen auf engstem Raum. Vom Berliner Alexanderplatz aus ist diese in nur wenigen Gehminuten erreicht und punktet daher mit ihrer zentralen Lage.



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