Berlin - Auf den Spuren des kalten Krieges



Eine Klassenfahrt nach Berlin bedeutet eine Reise in eine der spannendsten Städte Europas. Keine andere Hauptstadt spiegelt so deutlich die Geschichte des letzten Jahrhunderts wieder. Berlin war einst das Symbol des sogenannten kalten Krieges. Die Teilung in Ost und West machte diese zum Brennpunkt des Konfliktes zwischen den unterschiedlichen Mächten und Systemen. Gleichzeitig wurde auch mit dem Fall der Berliner Mauer die Wiedervereinigung eingeleitet. Noch heute lassen sich diese Gegensätze und die ganz besondere Geschichte der Metropole erleben.

Die historischen Schauplätze wurden einerseits erhalten und mit Hilfe von Hinweisschildern dokumentiert, oder aber geschickt in das moderne Bild der Stadt mit eingebunden. Berlin versprüht dadurch zum einen die Freiheit der Moderne, wahrt aber andererseits auch großen Respekt vor seiner einzigartigen Geschichte. Lehrer und Schüler können auf einer Klassenreise in die Geschichten und Ereignisse rund um den kalten Krieg eintauchen und die ganz individuellen Erlebnisse der Bewohner und ihrer ehemals geteilten Stadt kennenlernen.

Die Berliner Mauer, Checkpoint Charlie und die Gedenkstätte Berliner Mauer – symbolträchtige Orte des Kalten Krieges

Ganze 28 Jahre lang trennte eine Mauer Berlin in Ost und West. An einigen Orten der Metropole ist diese bis heute erhalten geblieben. An anderen Stellen erinnert eine in den Asphalt eingelassene Linie an den früheren Verlauf der Mauer. Zudem kann man den gesamten Verlauf mit dem Fahrrad abfahren, was einen guten Eindruck davon vermittelt, wie nah sich der Westen und der Osten teilweise waren. Ein Hauseingang konnte im Westen liegen und der nächste im Osten – somit wurde nicht nur die Hauptstadt getrennt, sondern auch Nachbarn, Freunde und Familien.

An der East Side Gallery befindet sich das größte zusammenhängende Stück Berliner Mauer: Früher stark bewacht und unüberwindbar, heute die längste Open Air Galerie der Welt durch die zahlreichen bunten Graffitikunstwerke, die von 118 Künstlern nach der Wiedervereinigung an die Berliner Mauer gemalt wurden.

Der Checkpoint Charlie war einst Berlins bekanntester Grenzübergang zwischen dem West- und den Ostsektor. Noch heute erinnert eine Kontrollbaracke an die Hürden des Grenzüberschreitens. Im Mauermuseum - Haus am Checkpoint Charlie werden vieler dieser tragischen Geschichten erzählt, aber auch spannende Agentenkrimis aufgedeckt und gelungene Fluchten dokumentiert.

Die Gedenkstätte Berliner Mauer wurde als zentraler Erinnerungsort an die deutsche Teilung geschaffen und vermittelt einen Eindruck über den Aufbau der Mauer als Grenzanlage. Hier können Schüler und Lehrer auf ihrer Schulfahrt in die Geschichte eintauchen und sich ein Bild davon machen, wie die Teilung das Stadtbild prägte.



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