Radebeul - das Sächsische Nizza



Durch einen Ausspruch des sächsischen Königs Johann um 1860, wird Radebeul auf

Grund seiner attraktiven Lage und der teilweise mediterranen Architektur im Gebiet der Lößnitz und den durchschnittlich wärmeren Jahrestemperaturen (ca. 9 °C) im Vergleich zu anderen Gebieten Sachsens - als Sächsisches Nizza bezeichnet.

Diese geografische Lage führte dazu, dass sich die Stadt zur beliebten Wohngegend - ganz in der Nähe der Landeshauptstadt Dresden - etablierte. Radebeul ist bekannt für den Weinanbau: zum einen gibt es hier das Weingut Hoflößnitz mit Weinbaumuseum - sowie das berühmte Weingut Schloss Wackerbarth.

Neben dem Weinanbau hat Radebeul auch kulturell und touristisch einiges zu bieten. Zum Beispiel befindet sich der Stammsitz der Landesbühnen Sachsen, die ebenfalls Betreiber der Felsenbühne Rathen sind, in der Lößnitzstadt. Zahlreiche Theaterveranstaltungen, auch teilweise in Fremdsprache, gilt es hier zu bewundern. Auch bieten die Landesbühnen speziell auf Klassen, pädagogisch ausgerichtete Programme an. Ein weiteres Highlight der Stadt sind die Karl-May-Festtage, an denen die Landesbühne maßgeblich mitbeteiligt ist. Hier treffen jedes Jahr - am Wochenende nach Christi Himmelfahrt - Cowboys auf Indianer. Hier erlebt man 'Goldwaschen' im River Lößnitz, kann freitags an der Countrynacht teilnehmen oder den Überfall auf den Santa Fe-Express mit erleben. Nächstes Jahr sogar zum 25. Mal. Wer Bücher des Schriftstellers kennt und liebt - für den sind die Festtage ein Muss.

Das Karl May Museum in Radebeul

Zu Ehren Karl Mays wurde um sein ehemaliges Wohnhaus - der Villa "Shatterhand" - ein Museum errichtet. Im Karl-May-Museum lässt sich neben der wertvollen Bibliothek ein mit orientalischen Möbeln ausgestattetes Arbeitszimmer besichtigen, in welchem der Schriftsteller u. a. Bücher wie Winnetou I bis III oder Schatz im Silbersee schrieb. Im angrenzenden Wildwest-Blockhaus, der "Villa Bärenfett", kann man eine exklusive völkerkundliche Indianerausstellung besuchen. Der Museumspark mit Erlebnisspielplatz, Goldwäsche, Spurenpfad, Imbiss und Hobby-Indianer in Tipi (von April bis Oktober) lädt Groß und Klein zum Verweilen ein.

Um in die Geschichte der DDR einzutauchen, lohnt sich ein Besuch des DDR-Museum Zeitreise. In diesem Museum wird veranschaulicht, wie Menschen in dieser Zeit lebten - und wie sie ihren Alltag sowie ihre Freizeit ohne vorherrschende Marktwirtschaft bewältigten. Schon gewusst? Auch Tom Hanks war schon einmal im DDR-Museum Zeitreise zu Gast. Wer es mehr utopisch mag und sich in gern in die Weiten des Weltraums verirren möchte, dem sei die Volkssternwarte Adolph Diesterweg empfohlen. Neben abwechselnden Vorträgen in der Sternwarte mit dem Schwerpunkt in Astronomie, die für Klassen sehr interessant sind, werden an klaren Nächten (Freitag Abend) auch Himmelsbeobachtungen durchgeführt. Wer weiß, vielleicht entdecken Sie ja den nächsten Exoplaneten?

Für Sportbegeisterte empfiehlt sich eine Fahrradtour am Elbe-Radweg von Dresden nach Radebeul. Als Ort zum Verweilen eignet sich der Stadtteil Altkötzschenbroda. Hier kann man sich an sonnigen Tagen ein Eis genehmigen. Wer sich ins Kühle Nass begeben möchte, sollte ins Bilzbad gehen. In diesem wird die älteste Wellenmaschine (Baujahr 1912) noch heute zum Wellen machen betrieben. Ein Heidenspaß für jedermann.

Sie sehen also: Radebeul ist einen Besuch wert und wird Ihnen und Ihrer Klasse ein vielfältiges Programm bieten können. Machen Sie doch einen Tagesausflug in diese wunderschöne Stadt auf einer Klassenfahrt nach Dresden, wenn Sie einen Tag zur freien Verfügung übrig haben.



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