Auf den Spuren von Anne Frank - ein Rückblick zum Nationalsozialismus



Wer kennt es nicht oder hat es nicht schon einmal gelesen - das Tagebuch der Anne Frank? © Anne Frank Zentrum/BerlinOft fällt es schwer Geschichte mit der Gegenwart zu koppeln. Wie kann vor allem die heutige Jugend nachvollziehen was damals geschah? Faktenvermittlung ist eine Seite, aber wo bleibt dabei der pragmatische Teil, der das erlernte Wissen verständlich und nachvollziehbar macht? Die Antwort liefert das Anne-Frank-Zentrum in Berlin mit seinen vielseitigen Bildungsangeboten, die auf spielerisch-begeisternde Art an Jugendliche zwischen 4 und 18 Jahren vermittelt werden. Trainings, Seminare und Weiterbildungen, sowie innovativ geprägte pädagogische Materialien helfen dabei, die vielseitigen Bezüge zwischen Vergangenem und Gegenwärtigem zu finden und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede zu ermitteln. Gesellschaftliches Engagement, Handeln gegen Diskriminierung und Zivilcourage stehen beim Bildungsprogramm des Zentrums ganz weit im Vordergrund. Jugendliche Besucher in der Ausstellung © Anne Frank Zentrum/BerlinDie Ausstellung "Anne Frank. Hier und Heute", die sich hauptsächlich mit der Lebensgeschichte und dem Tagebuch der Anne Frank befasst, bietet kurze Portraitfilme und zahlreiche Hörstationen. Junge Menschen begleiten die Schulklassen während der Führungen durch die Ausstellung und vermitteln im Dialog das Wissen nach dem die Jugendlichen streben. Dabei können von den Klassen Fragen gestellt und gemeinsam diskutiert werden. Ergänzend zu diesen Ausstellungsbegleitungen kann auf Wunsch auch an den dortigen Projekttagen und den vielseitigen Kunstveranstaltungen teilgenommen werden. Zum Beispiel Filmvorführungen, Vorträge, Gespräche mit Zeitzeugen oder Lesungen, die dem Anne-Frank-Haus noch den letzten Schliff verleihen. Das historische Gebäude, in dem sich das Anne-Frank-Zentrum befindet, ist das Haus Schwarzenberg. Das Haus Schwarzenberg diente den Juden damals als wichtiges Hauptquartier zum Versteck vor dem NS-Regime. Auch das Museum „Blindenwerkstatt Otto Weidt“, in dem blinde jüdische Mitbürger beschäftigt waren, befindet sich innerhalb dieses Gebäudes, neben dem Anne-Frank-Zentrum. Somit ist auch dieses Haus mit seinen Ausstellungen ein wichtiges historisches Fragment der Berliner und der deutschen Geschichte sowie ein Ausflugstipp bei Klassenfahrten nach Berlin. Das Anne-Frank-Zentrum bietet auch Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer an. Wesentlichstes Thema ist natürlich der Antisemitismus. Informationsmaterial zum jüdischen Leben und Antisemitismus in Europa liefern die Grundlage dieser Fortbildungen, die dann auch als Unterrichtsmaterialien von den Lehrern verwendet werden können.


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