Auf Zeitreise in der jüngsten deutschen Geschichte

Robbin

Sie wollten mit Ihren Schülern schon immer mal Trabbi-Duft schnuppern, einen Konsum oder ein Plattenbau-Wohnzimmer von innen sehen, wissen was es auf sich hatte mit Pionieren und FDJ, Ferienlagern und Manöver Schneeflocke, Mini-Einkaufsnetz und Nylonschürzen… - eben den Alltag, das tatsächliche Leben in der DDR kennenlernen. Dann sind Sie richtig in einem der zahlreichen DDR-Museen, die in den letzten Jahren im Osten Deutschlands entstanden sind.

Oft aus privaten Sammlungen heraus entstanden, sind sie gewachsen, bemühen sich um wissenschaftlichen Anspruch, werden ohne staatliche Mittel und Unterstützung durch private Initiativen und Vereine geführt und unterstützt. Ihr Anliegen ist es, ein differenziertes Bild vom Leben in der ehemaligen DDR zu vermitteln, das den Alltag so zeigt, wie er war und damit ein Stück deutscher Geschichte. Sie sind hervorragend geeignet mit Schülern z.B. im Rahmen einer Klassen-, Kurs- oder Studienfahrt auf Zeitreise zu gehen. Und das Interesse daran ist groß. Tausende Besucher aus Ost und West, aus Europa, den USA oder Japan nutzen die Angebote, staunen, erleben, vergleichen, stellen Parallelen fest… Z.B. waren die Farbe Orange und großblumige Vorhänge und Tapeten ganz offensichtlich in den 1970er Jahren ein weltweiter Trend, inspiriert von der Flower-Power-Bewegung.

Jedes der DDR-Museen versucht eigene Schwerpunkte und Akzente zu setzten. So erfährt der Besucher im „Haus der Geschichte“ in Wittenberg (Sachsen –Anhalt) nicht nur vieles über das Leben der Ostdeutschen vor dem Fall der Mauer, sondern auch über den Alltag aller Deutschen ab dem Jahr 1920. Auf drei Etagen in 18 originalgetreu ausgestatteten Räumen finden die Besucher tausende Sammlerstücke aus dem Alltagsleben wie Spielzeug, Haushaltsgegenstände, Möbel… Komplette Wohnungen, wie die enge Behausung von Kriegsflüchtlingen lassen die Geschichte lebendig werden. Neben den Ausstellungsräumen haben die Mitarbeiter des Museums ein lebensgeschichtliches Archiv eingerichtet. Hier sind unzählige Tonband- und Wortprotokolle von Menschen unterschiedlicher Herkunft, vom Hausmädchen der 1920er Jahre bis zum Chemiearbeiter und der Theologin in der DDR nach wissenschaftlichen Kriterien aufgenommen und geordnet worden. Dazu gehören auch 50 000 digitalisierte Alltagsfotos.

Im thüringischen Apolda zeigt ein Verein unter dem Motto „Olle DDR“ unter anderem eine nachgestellte Zahnarztpraxis, ein Klassenzimmer und das Büro eines Parteisekretärs. Im sächsischen Pirna bei Dresden können Besucher auf 1500m² in eine komplette Wohnung, eingerichtet mit Zimmern aus verschiedenen Jahrzehnten, eintauchen. Der Besucher erfährt etwas über die Arbeit der Jungen Pioniere, der FDJ, lernt die NVA und den ABV kennen. Technikfans kommen in der Fahrzeugausstellung und der Ausstellung zur DDR-Rundfunktechnik auf ihre Kosten.

Das wohl bekannteste und am besten wissenschaftlich und pädagogisch aufbereitete DDR-Museum, ist das in Berlin. Klassen-, Kurs- oder Studienfahrten nach Berlin, z.B. mit www.schulfahrt.de, sind sowieso sehr beliebt. Warum solch eine Fahrt nicht mal direkt zum Thema DDR und alles was damit im Zusammenhang steht durchführen. Hier finden Lehrer eine Fülle von Möglichkeiten ein ganzes Stoffgebiet aus dem Geschichtsunterricht hautnah, anschaulich und interessant zu vermitteln.

Das Berliner DDR-Museum will mit seiner Ausstellung die Neugierde auf Geschichte wecken, Bildung und Unterhaltung verknüpfen, zum Nachdenken anregen und das Verständnis zwischen den Menschen fördern. Die Besucher, insbesondere Schüler und Jugendliche, sind eingeladen, in unterschiedlichen Themenbereichen ihr Wissen zu erweitern, Klischees zu überdenken und Geschichte hautnah zu erleben. Dazu ist Anfassen ausdrücklich erwünscht. Das Museum ist eines der interaktivsten Museen der Welt. Nicht in klassischen Vitrinen ist die Ausstellung untergebracht, sondern hier gibt es Schubladen aufzuziehen, Schränke zu öffnen und Exponate zum Anfassen und Ausprobieren. Eine simulierte Fahrt im Trabi mit Originalduft und Betriebsgeräuschen lädt ein, virtuell ein Plattenbaugebiet kennenzulernen. Fernsehen im authentischen DDR-Wohnzimmer, Stöbern in der Karat Schrankwand, das Gewürzregal in der Küche riecht wie damals… Im originalen DDR-Kinosessel kann der Besucher Reportagen ansehen. Alles erzählt die Geschichte aus einem vergangenen Staat. Das Museum stellt im Internet Unterrichtsmaterialien zur Vor- und/oder Nachbereitung des Museumsbesuches zur Verfügung. Daneben bietet es ergänzende Führungen an, z.B. durch die Karl-Marx-Allee (sozialistische Architektur und der Aufstand vom 17. Juni 1953 stehen dabei im Mittelpunkt) oder durch Berlin Mitte (Unter den Linden, Checkpoint Charlie, Brandenburger Tor, Mahnmal und vieles mehr aus den letzten 100 Jahren Berliner Geschichte).

Angebote für Ihre nächste Klassen-, Kurs- oder Studienfahrt z.B. nach Berlin mit attraktiven Programmbausteinen finden Sie unter www.schulfahrt.de.


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