Paris - Auf den Spuren der Römer in Gallien und Paris



Eine Fahrt in das gallische Lutetia - auf den Spuren der Römer durch Frankreich!

Endlich mal ein Beitrag zum Thema Sprachreise/ Kursfahrt Französisch/ Geschichte - der schon Grundschüler vom Hocker reißt!
Denn: Hier dreht sich alles letzten Endes um die geschichtlichen Hintergründe und erlebbare Überbleibsel der Abenteuer und Erlebnisse von Asterix & Obelix! Kommen Sie mit nach Gallien ...

Der lange Weg vom römischen Lutetia Parisiorum zum heutigen Paris

Spätestens seit den Comics „Asterix und Obelix“ von dem federführenden René Goscinny und dem Zeichner Albert Uderzo, ist Rom und Gallien wieder stark in das geschichtliche Interesse vieler, meist junger Menschen, gerückt. Da die Geschichten in mehr als 25 Sprachen übersetzt wurden, weiß jeder von dem gallischen Dorf, das sich Cäsar und Rom erfolgreich widersetzt hat, dank seiner Titelhelden Asterix und Obelix.

Wandeln Sie demnächst mit schulfahrt.de auf den Spuren der Römer mit der Klassenfahrt nach Paris und erleben Sie Geschichte von heute und einst in der französischen Hauptstadt.

So lustig diese Geschichten auch sind und ob es dieses erfolgreiche Dorf nun gab oder nicht, so haben sie doch einen starken, geschichtlichen Kern. Denn Gallien war nun einmal Teil des Römischen Reiches und wer im Lateinunterricht „De Bello Gallico“ gelesen hat, den Bericht des römischen Feldherrn Caesar (Gaius Julius) über den gallischen Krieg, von 58 – 50 vor Christus, der weiß Bescheid. Was könnte es also Interessanteres geben, als einmal auf einer Fahrt mit der Klasse zu erfahren, was es in dem heutigen Paris und damaligen Lutetia noch aus dieser Epoche zu entdecken gibt!

Gallien - auf der Spur der Geschichte

Das einstige Gallien umfasste in etwa das heutige Frankreich, Belgien, Norditalien und Teile Westdeutschlands, wozu auch Trier gehörte. In Gallien, in Paris, einstmals Lutetia, liegt auch das Ziel für die Abschlussfahrt.

Lutetia wird 51 vor Christus zum ersten Mal urkundlich erwähnt, und zwar von keinem geringeren wie Gaius Julius Caesar persönlich, als dieser seinen „De Bello Gallico“ verfasste. Damit begann eine mehr als 500 Jahre dauernde Vorherrschaft über Gallien, die auch ein Viertel der 2000 Jahre alten Pariser Stadtgeschichte entscheidend beeinflusst hat.
Während zur damaligen Zeit Lyon, Arles und Nîmes bereits Städte mit Tausenden von Einwohnern waren, bestand Lutetia nur aus einer kleinen Ansiedlung strohgedeckter Hütten aus Lehm und Holz, in denen Schiffer und Fischer des Parisii-Stammes ein bescheidenes Leben führten. Doch die Römer erkannten rasch die außergewöhnliche, günstige, strategische Lage der Insel inmitten des fruchtbaren Pariser Beckens, einem Kreuzungspunkt der zum Mittelmeer führenden schiffbaren Seine.

Der darauf folgende Handel führte rasch zu einem Bevölkerungszuwachs und große Verwaltungsbauten machten aus dem kleinen Fischerdorf schnell eine respektable Kolonialstadt. Die Besatzer respektierten den alten Stadtkern und die auf der Île de la Cité (Seine-Insel) lebende einheimische Bevölkerung vermischte sich vorerst auch kaum mit den Soldaten der am linken Seineufer angesiedelten Garnison. Die Sieger lebten in der eigens für sie errichteten Neustadt, dem Quartier Latin, dem lateinischen Viertel, das auch heute noch unter diesem Namen bekannt ist.

Was in Paris noch an die Antike erinnert

Die Überreste und architektonischen Relikte aus dieser Epoche sind in Paris nicht mehr sehr häufig zu finden, doch wer sich die Mühe macht fernab der üblichen von den Reisebussen angefahrenen Ziele auf die Suche zu gehen, wird das nicht bereuen.

Das älteste Bauwerk von Paris, das Amphitheater von Lutetia

Der im heutigen Frankreich häufig errichtete Kombinationstyp aus Theater und Arena wird auf das 1. Jahrhundert nach Christus datiert. Dabei wurden die steigenden Ränge in den Hang vom Hügel Luticius gebaut und boten Platz für etwa 15000 Zuschauer. Theaterspiele und Gladiatorenkämpfe bildeten den Mittelpunkt der Unterhaltung für die Pariser Einwohner. Durch die zunehmende Christianisierung verlor die Arena zunehmend an Bedeutung und fiel im 3. Jahrhundert nach Christus der Zerstörung durch die einfallenden Barbaren anheim.

Durch den Sieg Chlodwigs über den römischen Feldherrn Syagrius bei Soissons 486 n. Chr., fiel die Region an die Franken. Beim Aufbau einer späteren Stadtmauer diente die Ruine des Amphitheaters als Steinbruch und geriet schließlich vollends in Vergessenheit. Erst 1869, beim Bau der Rue Monge, wurden die Überreste des römischen Theaters wieder entdeckt.

Für den Schutz der Ruinen setzte sich vor allem der französische Schriftsteller Victor Hugo ein, woraufhin die Arbeiten gestoppt wurden und die Arena durch den Magistrat zum historischen Monument erklärt wurde. Die Arena befindet sich im Quartier Latin, in der Rue Monge und ist über die Metro Station Monge erreichbar. Die Linie 7 fährt dabei bis zur unterirdisch gelegenen Station und ist ein echter Geheimtipp für alle Geschichtsinteressierten.

Bäder

Lutetia hatte drei Bäder, von denen vor allem das „Cluny Bad“ verhältnismäßig gut erhalten ist. Zwischen der heutigen Rue St-Jacques, dem Boulevard St-Germain und dem Boulevard St-Michel gelegen, ist es in das Museum Cluny eingebaut. Die Badeanlage wird in die Mitte des 2. Jahrhunderts datiert.
Im Museum liegt vor allem der zentrale Teil des Frigidariums mit seinem mächtigen Kreuzgratgewölbe. Den Gewölbesatz tragen ungewöhnliche Konsolen in Form von waffenbeladenen Schiffsbugen, offensichtlich eine Stiftung der Seineschiffer.

Außerdem befinden sich im Museum behauene Steinblöcke, die römische Gottheiten zieren, welche auf der Seine-Insel gefunden wurden und offensichtlich Teil eines Denkmals waren.

Forum

Es liegt zwischen dem Boulevard St. Michel und der Rue St-Jacques und wurde 1970 neu bearbeitet.

Wie kann man die Klasse auf die Fahrt einstimmen?

Bekanntlich ist ja die Vorfreude, die schönste Freude. Da sollte man vor der gemeinschaftlichen Reise noch einmal die Römerzeit, speziell Lutetia, im Unterricht Revue passieren lassen. Da können dann auch schon die jeweiligen Tagesziele besprochen werden und welche antiken Stätten besucht werden sollen.
Und dann geht es natürlich quer durch die Jahrhunderte ins Paris der Jetzt-Zeit: Erleben Sie die Seine-Insel (Île de la Cité), Sacré-Cœur, und Saint Denis, Moulin Rouge und das Lido, machen Sie sich ein Bild von der zauberhaften Hauptstadt der Franzosen und wandeln Sie auf den Spuren von Ludwig XIV., Toulouse-Lautrec oder Émile Zola … Spannen Sie also bewusst den Bogen vom Gestern ins Heute!



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