Paris - Henri IV., Paris und die Hugenotten



Paris - Henri IV. & die Stadt Paris (wer war dieser so wichtige König? Kurze spannende Einführung in die Hugenottenverfolgung! Spuren in Paris – was kann man heute sehen/ besuchen?)

Paris ist nicht nur ein beliebtes Ziel für eine Städtereise, auch als Ziel für eine Klassenfahrt eignet sich die Metropole an der Seine und Hauptstadt Frankreichs hervorragend. Den legendären Eiffelturm sollte man wenigstens einmal in seinem Leben gesehen haben. Doch auch das Louvre, eines der bekanntesten Museen der Welt, ist definitiv einen Besuch wert.
Schulklassen finden in der französischen Hauptstadt jedoch noch zahlreiche weitere Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Das Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds ist ebenso eine Option wie das Disneyland Paris, welches sich vor den Toren der Stadt befindet.

Erleben Sie die Metropole an der Seine bei einer Klassenfahrt nach Paris.

Die Bartholomäusnacht: Hintergründe, Ablauf und Folgen

Sicher haben Sie im Geschichtsunterricht schon einmal etwas von der Bartholomäusnacht gehört. Das Blutbad an der Seine fand in der Nacht vom 23. auf den 24. August des Jahres 1572 statt. Bereits seit Mitte des 16. Jahrhunderts tobte in Frankreich ein unerbittlicher Kampf der Religionen. Katholiken und Evangelisten, die auch als Hugenotten bezeichnet wurden, kämpften hasserfüllt gegeneinander. Der Glaube der Hugenotten war stark vom Calvinismus, der Lehre des Johannes Calvin, beeinflusst. Da, deren Glaube bereits seit dem Jahr 1530 stark unterdrückt wurde, kam es etwa ab Mitte des 16. Jahrhunderts zu den Hugenottenkriegen, die letztendlich zur Bartholomäusnacht führten.

Das Ergebnis der Bartholomäusnacht: Mehr als 3.000 Hugenotten mussten ihr Leben lassen. Nicht nur Männer wurden ermordet, sondern auch wehrlose Frauen und Kinder. Das Morden war auch nicht alleine auf Paris beschränkt: In den kommenden Monaten kam es zu weiteren Massakern unter anderem in Orléans, Meaux, Bourges, Albi, Rouen, Toulouse und Bordeaux. Die Gesamtzahl der Opfer liegt Schätzungen zufolge bei bis zu 15.000 Menschen. Was aber hat König Henri IV. mit der Hugenottenverfolgung zu tun?

Henri IV., der "gute und heitere König": Wichtige Eckpunkte seines Lebens

Henri IV., auch als Heinrich von Navarra bekannt, unterschied sich deutlich von anderen Herrschern. Geboren wurde er im Jahr 1553 und spielte eine wesentliche Rolle in den Hugenottenkriegen. Er galt als Anführer der Hugenotten. So wurden damals die Evangelisten bezeichnet, die in einem steten Glaubenskampf mit den Katholiken standen.

Bekannt war er aber auch als ein heiterer König, der eine nicht unbeachtliche Zahl an Mätressen unterhielt. Offiziell war er in zweiter Ehe mit Maria von Medici verheiratet. Im Jahr 1589, nach dem Tod von Karl IX., besteigt der zum Katholizismus konvertierte Hugenottenführer Heinrich IV. rechtmäßig den französischen Thron. Allein seinem hohen Rang hatte er es zu verdanken, dass er die Pariser Bluthochzeit überlebte. Danach wurde er vor die Wahl gestellt: Entweder er konvertierte zum katholischen Glauben oder er wurde gehängt beziehungsweise musste den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen.

Henri tat, was wohl jeder in seiner Situation getan hätte: Er entschied sich dazu, zum katholischen Glauben zu konvertieren. Während seiner nun folgenden Amtszeit schaffte er, was niemand nach den jahrzehntelangen Religionskriegen für möglich gehalten hätte: Durch seine tolerante Innenpolitik wurde das Land nicht nur wirtschaftlich gestärkt, auch der Bevölkerung ging es so gut wie lange nicht mehr. Am 14.05.1610 wird Heinrich IV. in Paris ermordet. Dieses Attentat war bereits das 18., welches auf Henri IV. verübt wurde; 17 weitere davor überlebte er wie durch ein Wunder.

Die Bluthochzeit und wie es dazu kam

Die Bartholomäusnacht ging auch unter dem Namen Bluthochzeit in die Geschichtsbücher ein. Um die ganzen Umstände zu verstehen, sollte man zunächst wissen, dass Katharina von Medici zu dieser Zeit über Frankreich herrschte. Um den bereits seit mehr als zehn Jahren im Land herrschenden Glaubenskrieg endlich zu beenden, arrangierte sie eine Hochzeit zwischen ihrer Tochter Margarete von Valois und Henry IV.

Tatsächlich fand am 18.08.1572 eine Trauung in der Kathedrale Notre Dame statt. Der Bräutigam allerdings war nicht zugegen, denn es handelte sich um eine katholische Zeremonie. Nur vier Tage nach der Eheschließung gibt Katharina von Medici einem bezahlten Attentäter den Auftrag, Admiral Gaspard de Coligny zu töten. Dieser war nicht nur einer der einflussreichsten Feldherren der Hugenotten, sondern auch ein wichtiger Vertrauter von Heinrich. Trotz dass der Admiral während des Anschlags nur leicht verletzt wurde, war dies der eigentliche Auftakt zur Bartholomäusnacht.

Diese Zeugnisse sollten Sie sich in Paris nicht entgehen lassen!

Paris ist natürlich ein ideales Ziel für eine Klassenfahrt, denn in der Metropole an der Seine werden Sie aus dem Staunen nicht herauskommen. Egal ob das Wahrzeichen der Stadt, der Eiffelturm, der Louvre oder die Kathedrale Sacré-Cœur - an beeindruckenden Fotomotiven mangelt es in der Stadt nicht.
Eine weitere Sehenswürdigkeit, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten, ist die Pfarrkirche Saint-Germain-l'Auxerrois. Während der Hugenottenverfolgung im 16. Jahrhundert erlangte diese Kirche traurige Berühmtheit. Die Glocken der Kirche, die einst Pfarrkirche der Könige von Frankreich war, sollen die Bartholomäusnacht eingeläutet haben.
Auch die Fontaine des Innocents, der "Brunnen der Unschuldigen" ist eine der wenigen Sehenswürdigkeiten in Paris, welche die Pariser Blutnacht unbeschadet überstanden haben. Der an der Rue Saint-Denis gelegene Brunnen ist eine ideale Möglichkeit, die Einheimischen etwas genauer zu betrachten, denn er gilt als Treffpunkt vieler Pariser.

Möchten Sie sich in Paris während Ihrer Klassenreise auf eine geschichtliche Zeitreise begeben, sollten Sie einem der zahlreichen Kunstmuseen einen Besuch abstatten. In Deutschland gibt es sogar ein Hugenottenmuseum; dieses befindet sich in Bad Karlshafen. Neben einem Museumspfad begeistert dieses ebenso mit diversen Aktivstationen. Weiterhin zeigt das Museum auf, warum viele der Hugenotten gerade nach Deutschland geflohen sind und wo deren Fluchtwege lagen. Nach Beendigung der Hugenottenkriege kam es im ausgehenden 17. Jahrhundert zu einer Auswanderung der Hugenotten. 1685 wurde das Edikt von Nantes widerrufen und die Protestanten aller ihrer Rechte beraubt. In Nachbarländern wie Deutschland und der Schweiz fanden die mittlerweile besitzlos gewordenen Hugenotten bereitwillig Aufnahme. Selbst nach Südafrika wanderten einige der Hugenotten aus.

Ebenso gibt es in Berlin ein Museum, in welchem Sie sich umfassend über die Geschichte der Hugenotten und deren Verfolgung informieren können. Dieses befindet sich im französischen Dom, ist derzeit allerdings wegen Sanierungsarbeiten geschlossen.

Fazit

Die Hugenottenverfolgung zählt neben der Französischen Revolution im Jahr 1789 zu einem der bedeutendsten geschichtlichen Ereignisse in Frankreich. Wirklich viele Zeugnisse der Hugenottenverfolgung sind in Paris nicht mehr vorhanden. Dennoch sollten Sie sich während einer Städtereise nach Paris stets vor Augen halten, welche grausamen Ereignisse sich auf den Straßen vor knapp 450 Jahren abgespielt haben.



Geschichte, Klassenfahrt, Paris, Städtereise

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