Paris - Stadt der Literatur und Literaten



Wohl noch jeder ist diesem besonderen Charme, dem besonderen Flair von Paris erlegen. Worin er besteht? Die Mischung macht es – die Einwohner, die Viertel mit ihren Straßen, Plätzchen, Parks und kleinen Gassen, den Geschäften, Kneipen und Cafés, das reiche kulturelle Leben, die Vielfalt und die Gegensätze… All das zog und zieht noch heute die Menschen in diese Stadt, spiegelt sich in Liedern und Bildern, Büchern, Theaterstücken und Filmen wieder. Nicht umsonst ist Paris immer wieder auch Schauplatz in der Literatur oder einfach Inspirationsquell für Schriftsteller.

Mit der Gründung der Universität im 12. Jh. wird Paris zu einem wichtigen literarischen Schauplatz und ist es bis heute geblieben. François Rabelais, einer der bedeutendsten Prosa-Autoren der französischen Renaissance, lässt seine Helden, die Riesen Pantagruel und Gargantua an der Sorbonne studieren, kritisiert aber auch den Charakter der Pariser der damaligen Zeit. Patrick Süskind begibt sich in seinem Roman „Das Parfüm“ in das Paris des 18. Jh. Da ist vom tollen Flair der Stadt eher weniger zu entdecken, wenn er auf den ersten Seiten den Markt in der Nähe des Cimetière des Innocents beschreibt, wo Blut, Urin, Kot und Kadaver einen bestialischen Gestank zusammenbrauen. So genau und virtuos beschreibt er ihn, dass man glaubt zu riechen, was man liest.

Die Katakomben von Paris, die Stadt unter der Stadt, haben seit jeher viele Schriftsteller inspiriert. Victor Hugo ließ sich 1862 zu seinen Roman „Les Misérables“ von der katastrophalen Situation der Arbeiter in der Pariser Unterwelt animieren. Auch Alexandre Dumas wählt 1854 in seinem Roman „Les Mohicans de Paris“ die Pariser Katakomben zum Schauplatz des Geschehens.

Die Komödien Molières sind ein gutes Beispiel dafür, wie weit es den Schriftstellern unter Ludwig XIV., einem Förderer der Geisteswissenschaften, in der Zeit der absoluten Monarchie und französischen Klassik, erlaubt war, doch eine gewisse Gesellschaftskritik zu üben.

Ernest Hemingway lebte, wie zahlreiche andere Schriftsteller aus aller Welt in den 1920er Jahren in Paris im Viertel Saint-Germain-des-Prés, das zum legendären Kunst- und Literatenviertel wurde und in dem es noch heute so viele Schriftsteller und Intellektuelle wie sonst nirgends in Paris gibt. Für ihn war „Paris – ein Fest fürs Leben“ (1965).

Ein Literarischer Spaziergang durch jenes Viertel ist eine der zahlreichen Möglichkeiten, die sich bei einer Klassenfahrt nach Paris anbieten. Sie werden überrascht sein, wer hier alles lebt/e, arbeitet/e oder im gegenüberliegenden Café saß oder sitzt.



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