Aufstieg und Fall der stolzen Republik Ragusa



Ein bisschen hört es sich an, wie aus einer anderen Welt - Republik Ragusa…. Nie gehört, aber sobald der Name Dubrovnik fällt, kommt das Aha. Dubrovnik also, die Perle der Adria, das kroatische Athen, wie die mittelalterlich anmutende, über tausend Jahre alte Stadt mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten von Besuchern auch gerne genannt wird.

Die Republik Ragusa oder Republik Dubrovnik (beide Bezeichnungen existierten nebeneinander, war ein maritimer Stadtstaat, dessen Zentrum die Stadt Ragusa/Dubrovnik bildete. Sie erstreckte sich über ein zusammenhängendes Gebiet zwischen Neum und der Halbinsel Prevlaka sowie der Halbinsel Pelješac, den Inseln Lastovo, Mljet und den kleinen Archipel der Elaphiten mit der Hauptinsel Šipan. Die Republik Ragusa bestand vom 14. Jahrhundert bis zum Jahr 1808, bis sie von den napoleonischen Truppen aufgelöst wurde. Ihre Blütezeit erreichte die Republik im 15. und 16. Jahrhundert.

Politik und Handel in der Geschichte

Der Senat (Consilium rogatorum) war das politisch einflussreichste Organ der Republik. Seine 45 Mitglieder wurden jeweils für ein Jahr gewählt. Der Großrat, dem ausschließlich Mitglieder der Aristokratie angehörten, wählte den Senat und bestimmte die Gesetzgebung. Der Senat wählte den Kleine Rat. Aus dem ging der Rektor, das Oberhaupt der Stadtrepublik hervor. Das Besondere daran, er wurde monatlich gewählt. Der Leitspruch: Obliti Privatorum Publica Curate – Vergesst die persönlichen Angelegenheiten und kümmert Euch um das Wohl der Öffentlichkeit, steht noch heute über einer Tür des Rektorenpalastes, der zu den Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt gehört und ein Museum beherbergt.

Diplomatisches und kaufmännisches Geschick sicherte der Republik mehrere Jahrhunderte lang ihre Souveränität, egal unter welcher Oberherrschaft sie gerade stand. Lange Zeit stand die Republik gegen Zahlung eines Tributes z.B. unter dem Schutz des Osmanischen Reiches. Ihre Handelsschiffe erhielten die Erlaubnis ins Schwarze Meer zu segeln. Nichtosmanischen Schiffen war das verboten. Dubrovnik entwickelte sich zu einem bedeutenden Handelshafen und sogar für Spanien waren ihre Schiffe unterwegs. Im 16. Jahrhundert war die Handelsflotte des Stadtstaates mit 160 Schiffen eine der größten im Mittelmeer. Das verheerende Erdbeben von 1667 und der Niedergang der Mittelmeerschifffahrt führten z u einer Krise, von der sich die Stadtrepublik nicht mehr richtig erholte. Die Stadt aber gibt es noch und sie ist wunderschön, ein kleines Paradies. Die autofreie Altstadt, umgeben von einer beeindruckenden Stadtmauer, birgt wahre Schätze, die unbedingt ansehenswert sind: bei einer Klassenfahrt nach Dubrovnik mit Schulfahrt.de.



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