Klassenfahrten nach Berlin - perfekt organisieren

Tags: Vor der Reise

Kultur, Party, grüne Lungen, ein unfertiger Flughafen ... Berlin hat einiges zu bieten, was eine Reise dorthin lohnenswert macht. Wer noch niemals in der deutschen Hauptstadt war, muss sich zunächst mit den Bezirken, dem U- und S-Bahn Netz, den zahlreichen Sehenswürdigkeiten, den Clubs und Partymeilen und einigem mehr beschäftigen. Dieser Ratgeber hat nicht den Anspruch, das Wesen Berlins begreiflich zu machen - dafür muss man schon vor Ort sein - aber eine gute Planungshilfe für Klassenfahrten dorthin ist er allemal.

In welchen Teil Berlins soll die Klassenreise gehen?

Zwar besteht die Trennung in Ost- und Westberlin offiziell nicht mehr, dennoch herrscht in den beiden Regionen der Stadt eine jeweils andere Mentalität vor. Für eine Klassenfahrt nach Berlin stellt sich daher zunächst die Frage, welche Idealität der Hauptstadt auf der Reise besonders erfahrbar werden soll. Der Ostteil der Stadt ist stark von den Erfahrungen mit der DDR geprägt und hat bis heute den Ruf, etwas alternativ und speziell zu sein. Der Westteil der Stadt ist hingegen insbesondere durch die ehemalige Besatzungsmacht USA geprägt und verströmt daher ein komplett anderes Lebensgefühl.

Doch auch die einzelnen Bezirke selbst unterscheiden sich in ihrer Mentalität teilweise stark. Der Bezirk Mitte ist die kulturelle Hochburg der Stadt. Hier gibt es mit dem Brandenburger Tor, dem Maxim Gorki Theater, dem Berliner Dom und dem Fernsehturm am Alexanderplatz unzählige Highlights, die zu einem Berlinbesuch unbedingt dazugehören. Die Bezirke Spandau und Köpenick im Westen und Osten der Stadt sind im Grunde kleine eigene Städte für sich. Hier prägen Ruhe und eine enge Naturverbundenheit das Miteinander.

Kreuzberg ist nach wie vor die Partymeile der Stadt. Hier gibt es viele Clubs und Bars, in denen Touristen eine gute Zeit verbringen können. Gerade Jugendliche fühlen sich hier wohl. Wenn die Schülerinnen und Schüler sich für das Shoppen begeistern, sind der Ku'damm, der Potsdamer Platz und der Alexanderplatz in Charlottenburg, Tiergarten und Mitte die richtigen Anlaufstellen. So haben alle Bezirke eigene Besonderheiten und eine ganz spezielle Art zu leben.

Die Fortbewegung innerhalb Berlins

Wer in Berlin unterwegs ist, sollte sich mit der BVG (Berliner Verkehrsbetriebe) auskennen. Mit dieser ist es leicht möglich, sich zwischen den einzelnen Bezirken zu bewegen und innerhalb kürzester Zeit zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zu gelangen. Zur BVG gehören die U-Bahn, die Busse und die Tram, allerdings dürfen mit einem BVG-Ticket auch die Züge der S-Bahn genutzt werden. Das BVG-Netz setzt sich aus den drei Bereichen A, B und C zusammen. Der A-Bereich ist derjenige innerhalb der Ringbahn, der B-Bereich liegt außerhalb der Ringbahn und der C-Bereich deckt die Außenbereiche der Stadt ab.

Für einen Aufenthalt in Berlin lohnt es sich, Wochentickets für die einzelnen Schülerinnen und Schüler zu kaufen. Gruppentickets haben den Nachteil, dass die gesamte Klasse immer gemeinsam unterwegs sein muss, wohingegen mit separaten Tickets eine größtmögliche Freiheit und Individualität erreicht wird. Natürlich ist es ebenso möglich, immer dann Einzelfahrscheine zu kaufen, wenn diese gebraucht werden. Das ist in er Regel aber teurer und die Schülerinnen und Schüler dürfen mit solchen Tickets nur maximal 2 Stunden in eine Richtung fahren. Das setzt eine gewisse Wachsamkeit und ein Organisationstalent voraus.

Diese Sehenswürdigkeiten gehören zu einem Berlinbesuch dazu

Berlin ist reich an kulturellen Highlights und Sehenswürdigkeiten. Diese lassen sich in der Regel in die Kategorien "Kultur", "Religion", "Sport", "Politik" und "Freizeit" aufteilen. Die kulturellen Besonderheiten sind vor allem im historischen Stadtkern anzutreffen. Hierzu zählen das Brandenburger Tor und die Siegessäule - von den Berlinern liebevoll Goldelse genannt - ebenso wie das Zeughaus auf der Straße des 17. Juni und der Fernsehturm am Alexanderplatz. Die Humboldt Universität ist in diesem Bezirk ebenso anzutreffen wie eine Vielzahl an Theatern. Hierzu gehören unter anderem das Deutsche Theater, das Berliner Ensemble und das Maxim Gorki Theater.

Zu den religiösen Bauten der Stadt zählen zum Beispiel die Gedächtniskirche am Breitscheidplatz, die Hedwigskathedrale gegenüber der Humboldt Universität und der Berliner Dom am Lustgarten. Sportlich sind insbesondere das Olympiastadion und das Velodrom sehenswert, zumal wenn Berlins Heimmannschaft Hertha BSC ein Spiel zu absolvieren hat. Wer selbst sportlich aktiv werden möchte, kann in den diversen Parks und auf den Promenaden die unzähligen Angebote nutzen. Für die jüngeren Klassenstufen gibt es zum Beispiel eine Vielzahl von Spielplätzen, wohingegen die Größeren eher für die Skateboardanlagen und die Fahrradparcours zu begeistern sein dürften.

Berlin ist außerdem eine sehr politische Stadt. Vom Bundestag aus wird ganz Deutschland regiert, wohingegen im Roten Rathaus der Berliner Senat seiner Arbeit nachgeht. Nicht zuletzt ist Berlin reich an Freizeitangeboten, die von Schwimmbädern und Freibädern über Clubs und Bars bis hin zu Konzertsälen reichen. Zu Letzteren gehört die Berliner Philharmonie ebenso wie die unzähligen kleinen und großen Clubs, in denen bekannte Bands und Newcomer ihr Publikum begeistern.

Berlins Naturspektakel

Berlin ist eine sehr grüne Stadt, die zu Spaziergängen und Picknicks förmlich einlädt. Sehr beliebt ist der weitläufige Tiergarten, der ausgesprochen viel Platz für Ballspiele, Toben und sonstige Outdoorspiele bietet. In diesem Park befinden sich zahlreiche Skulpturen und Denkmäler, die dem Besuch einen kulturellen Touch geben. Ebenfalls beliebte Ausflugsziele sind der Wannsee und der Müggelsee. Hier besteht die Möglichkeit, direkt am Wasser eine gute Zeit zu verbringen und gegebenenfalls schwimmen zu gehen.

Die diversen Wasserstraßen Berlins können auf unterschiedliche Weise erkundet werden. Häufig genutzt sind die Dampferfahrten, die von zahlreichen Anlegestellen in der Stadt aus möglich sind. Im Treptower Park und an anderen Stellen gibt es zusätzlich die Möglichkeit, Tretboote auszuleihen und das Wasser in Eigenregie zu erkunden. Alternativ können Ruderboote gemietet werden. Nicht zuletzt ist das Fahrradwegenetz in Berlin gut ausgebaut und es gibt viele Möglichkeiten, Fahrräder auszuleihen. Eine Erkundungstour der Stadt auf dem Drahtesel ist also jederzeit möglich.

Unbedingt sehenswert sind, der Zoologische Garten in Charlottenburg und der Tierpark in Lichtenberg. Vor allem jüngere Schülerinnen und Schüler lieben es, mit den Tieren vor Ort in Kontakt zu kommen und die Highlights der Zoos zu entdecken. Wer möchte, kann sich selbst auf Erkundungstour begeben, es ist aber ebenso möglich, eine Führung zu buchen und sich die versteckten Perlen der Zoos zeigen zu lassen. Während der Zoologische Garten und das angrenzende Aquarium voll auf ihre Tiere setzen, ist der Tierpark insbesondere bei denjenigen beliebt, die gerne in einer schönen Naturlandschaft spazieren. Aber natürlich ist auch hier die Tierwelt reich und vielfältig.

Berlin als Freizeit- und Partyzone

Gerade für die älteren Jahrgänge und Jugendlichen gehört zu einem Berlinbesuch unbedingt eine große Party dazu. Die Clubszene der Stadt ist stark ausgeprägt und bietet ganz vielfältige Aktivitäten. Während bei einigen Clubs und Lokalen die Musik und das Tanzen im Vordergrund stehen, geht es anderen eher um das gemütliche Beisammensein mit Freunden. Es ist wichtig, hier klare Verhaltensweisen und regeln zu vereinbaren. So ist sichergestellt, dass die Jugendlichen nur in sichere und seriöse Etablissements gehen und nicht in Gefahr geraten.

Im Sommer ist die Open-Air-Szene in Berlin stark ausgeprägt. So gibt es zum Beispiel im Volkspark Friedrichshain immer wieder die Möglichkeit, Filme im Freilichtkino zu sehen und auch Open-Air-Konzerte stehen auf dem Kulturprogramm der Hauptstadt. Sehr interessant sind zudem die Darbietungen, die auf der 'Pyronale' zu sehen sind. Einerseits kann das Event direkt besucht und hautnah miterlebt werden. Andererseits gibt es von verschiedenen Stellen wie dem Teufelsberg, die Möglichkeit, das Feuerwerk zu genießen, ohne unmittelbar vor Ort zu sein.

Nicht zuletzt ist Berlin eine Partystadt. So gibt es zum Beispiel zum Karneval der Kulturen jede Menge Programm, das sich an Kinder und Jugendliche ganz unterschiedlicher Altersstufen richtet. Hinzu kommt, dass Berlin über eine reiche Club- und Vereinskultur verfügt. Diese bieten Kindern und Jugendlichen diverse Freizeitaktivitäten wie das Beobachten von Insekten im Park, das Töpfern eigener Gefäße oder eine Führung durch Berlins Katakomben und Tunnel an.

Fazit: Berlin ist immer für eine Überraschung gut

Eine Reise nach Berlin will gut geplant sein, alle Eventualitäten lassen sich aber im Vorfeld einer solchen Reise nicht durchspielen. Dafür ist Berlin zu groß und bunt und es gibt zu viele Möglichkeiten, was auf der Fahrt alles gemacht werden könnte. Daher ist es zu empfehlen, sehr locker und entspannt an eine Reise in die Hauptstadt zu gehen. Denn auch die Berlinerinnen und Berliner sind zumeist sehr relaxt und unaufgeregt und lassen alles auf sich zukommen. Die Stadt ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie überraschend, anders und spannend das Leben sein kann. Dieses Gefühl der Neugier und der Überraschung sollte bei aller Genauigkeit und Sorgfalt unbedingt mit in die Vorbereitung einer Klassenreise nach Berlin einfließen.

Vorbereitung

War dieser Beitrag hilfreich?
 1
 0

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Hier einfach und sicher teilen.



Kommentare zu diesem Beitrag:


Jetzt Kommentar verfassen:






Link (wird automatisch an Ihre Empfehlung angehangen):
Beitrag: Klassenfahrten nach Berlin - perfekt organisieren
https://www.schulfahrt.de/ratgeber/reisevorbereitung/klassenfahrt-berlin-perfekt-organisieren-261.php

Alle Ratgeber Themen im Überblick: