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Der Kupferbergbau im Mansfelder Land

Mario

Im südwestlichen Teil von Sachsen-Anhalt, zwischen Halle an der Saale und dem Harz, liegt die Region Mansfelder Land. Bekannt ist diese nicht nur für ihre eigentümliche Mundart, sondern auch für den Bergbau, der hier eine jahrhundertelange Tradition hat. Der Abbau verschiedener Erze, Kohlen und Salze bestimmte etwa acht Jahrhunderte lang das Leben der Menschen in dieser Region und war damals Haupteinnahmequelle. Noch heute sind die Zeugnisse des Bergbaus weithin sichtbar.

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Die Geschichte des Bergbaus im Mansfelder Land

Schaut man sich die Chroniken des Mansfelder Landes an, fällt auf, dass bereits im Jahr 1199 Kupferschiefer gewonnen wurde. Etwa bis zum 15. Jahrhundert wurde dieses Gestein ausschließlich oberflächlich abgebaut. Danach gingen diese Ressourcen langsam zu Ende und man musste Erz mittels Bergbau fördern. In diesem Zusammenhang sicher eine interessante Zahl für Berufsschulen: Etwa Ende des 16. Jahrhunderts gab es im Mansfelder Land 120 Schächte, in welchen jedes Jahr 1.500 Bergleute bis zu 1.000 Tonnen Kupfer produzierten.

Nicht unerwähnt bleiben sollten die unzähligen technischen Neuerungen, die im Mansfelder Land erfunden wurden. Hierzu zählte unter anderem die erste nach Wattsche Art konstruierte Dampfmaschine aus dem Jahr 1785. Die größte Blüte erreichte der Bergbau im Mansfelder Land zu DDR-Zeiten. Durchschnittlich 15.000 Tonnen Kupfer und 80 Tonnen Silber wurden jedes Jahr gefördert. Am 10.08.1990 dann wurde der Bergbau im Mansfelder Land endgültig eingestellt; die Wirtschaftlichkeit war einfach nicht mehr gegeben.


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