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Montanregion Erzgebirge - UNESCO-Welterbe unter und über Tage

Mario

Möchten Sie eine Industriekulturlandschaft entdecken, die erst seit dem Jahr 2019 auf der Welterbe-Liste der UNESCO steht? Dann sollten Sie der Montanregion Erzgebirge einen Besuch abstatten. Der Name bezeichnet eine Grenzlandschaft zwischen Sachsen und Nordböhmen, in welcher zahlreiche technische Kulturdenkmäler auf Sie warten.

Das Erzgebirge und der Bergbau

Das Erzgebirge ist nicht nur für seine Holzschnitzkunst bekannt. Auch wurde in dieser Kulturlandschaft über mehrere Jahrhunderte hinweg Bergbau betrieben. Damit zählt diese Region zu einer der bekanntesten Bergbauregionen Deutschlands. Nickel, Kupfer und Blei wurden hier ebenso gefördert wie Steinkohle und Uran. Bereits seit 16 Jahren gibt es nun schon den Welterbeverein unter dem Namen Montanregion Erzgebirge, der sich mit der über 800-jährigen Geschichte der Region befasst. Dieser Verein besteht aus 32 Gemeinden und drei Landkreisen. Interessant: Es handelt sich um ein grenzüberschreitendes Projekt, das Deutschland gemeinsam mit dem Nachbarland Tschechien betreibt.

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Der Kupferbergbau im Mansfelder Land

Mario

Im südwestlichen Teil von Sachsen-Anhalt, zwischen Halle an der Saale und dem Harz, liegt die Region Mansfelder Land. Bekannt ist diese nicht nur für ihre eigentümliche Mundart, sondern auch für den Bergbau, der hier eine jahrhundertelange Tradition hat. Der Abbau verschiedener Erze, Kohlen und Salze bestimmte etwa acht Jahrhunderte lang das Leben der Menschen in dieser Region und war damals Haupteinnahmequelle. Noch heute sind die Zeugnisse des Bergbaus weithin sichtbar.

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Die Geschichte des Bergbaus im Mansfelder Land

Schaut man sich die Chroniken des Mansfelder Landes an, fällt auf, dass bereits im Jahr 1199 Kupferschiefer gewonnen wurde. Etwa bis zum 15. Jahrhundert wurde dieses Gestein ausschließlich oberflächlich abgebaut. Danach gingen diese Ressourcen langsam zu Ende und man musste Erz mittels Bergbau fördern. In diesem Zusammenhang sicher eine interessante Zahl für Berufsschulen: Etwa Ende des 16. Jahrhunderts gab es im Mansfelder Land 120 Schächte, in welchen jedes Jahr 1.500 Bergleute bis zu 1.000 Tonnen Kupfer produzierten.

Nicht unerwähnt bleiben sollten die unzähligen technischen Neuerungen, die im Mansfelder Land erfunden wurden. Hierzu zählte unter anderem die erste nach Wattsche Art konstruierte Dampfmaschine aus dem Jahr 1785. Die größte Blüte erreichte der Bergbau im Mansfelder Land zu DDR-Zeiten. Durchschnittlich 15.000 Tonnen Kupfer und 80 Tonnen Silber wurden jedes Jahr gefördert. Am 10.08.1990 dann wurde der Bergbau im Mansfelder Land endgültig eingestellt; die Wirtschaftlichkeit war einfach nicht mehr gegeben.


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