Auf den Spuren des tschechischen Kubismus - Josef Chochol

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Ecken, Schrägen, Kanten, kristalline Formen prägen die kubistischen Häuser, Möbel und Gebrauchsgegenstände wie Kaffee- und Teeservices, Dosen, Vasen oder Leuchter. Ohne Schnörkel, ohne Ornamente, reine Sachlichkeit, geometrische Dynamik. Besonders Josef Chochol, einst Student bei Otto Wagner an der Akademie der bildenden Künste in Wien, pflegte in seinen Entwürfen einen schnörkellosen, asketischen Stil. Seine architektonische Handschrift zeichnet sich durch Dynamik, großzügige Formen und die Negierung des Ornaments aus.

Zu den wichtigsten Werken Chochols gehören die nach seinen Entwürfen 1912-13 entstandenen Ein- und Mehrfamilienhäuser unterhalb des Prager Vyšehrad. Das Dreifamilienhaus an der Rašínovo nábřeží 42/6-10, weist eine ausgeprägte kubistisch gestaltete Fassade auf. Der Mittelteil wird von einem polygonalen Tympanon abgeschlossen. Die Seitenflügel tragen hingegen Mansardendächer. Alle kubistischen Häuser in der kleinen, äußerst sehenswerten Kolonie stehen unter Denkmalschutz. Nicht weit entfernt, sozusagen um die Ecke, stehen zwei weitere steingewordene Entwürfe Chochols. Die Villa Kovařovic entstand ebenfalls 1912-13 an der Libušina 49/3.
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Lernort Dänemark - Mitmachen und Ausprobieren

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Unser Nachbarland wird für Schul- und Kursfahrten häufig unterschätzt, dabei bietet eine Klassenfahrt nach Dänemark eine Fülle an Möglichkeiten: Unterbringung in Ferienparks, die keine Wünsche für Sport- und Freizeitgestaltung offen lassen; schöne weißsandige Strände an der Nordsee und am Skagerrak – der Meerenge zwischen Dänemark und Norwegen, etwas steinigere, aber mit klarerem Wasser an der Ostsee, mit Möglichkeiten zum Relaxen, Spiel, Sport und Spaß; die Landeshauptstadt Kopenhagen mit dem bekannten Freizeitpark Tivoli und der kleinen Meerjungfrau als Wahrzeichen … Vor allem gibt es hier aber außerschulische Lernorte in Hülle und Fülle, die Wissensvermittlung von Geschichte, Technik, Naturwissenschaften … auf spielerische, experimentelle, anschauliche Art und Weise bieten und die Klassen- oder Kursfahrt zum Erlebnis werden lassen.

Einer der berühmtesten Söhne Dänemarks, der Märchenerzähler Hans Christian Andersen, hat zahlreiche Spuren in seiner Heimat hinterlassen. Unter dem Motto: „Andersen was here – Märchenspuren in dänischer Landschaft“ können interessierte Besucher seit 2005 im ganzen Land auf Spurensuche gehen und dabei große Gefühle, wunderschöne Landschaften und dramatische Geschichten entdecken. Eine wunderbare Ergänzung zum Literaturunterricht.

Mitmachen und Ausprobieren – das ist Programm im Experimentarium, dem größten Science Center Dänemarks, im Norden von Kopenhagen. Hier werden Naturgesetze, die unser tägliches Leben begleiten und bestimmen, in anschaulicher Weise erklärt. Hautnah vermitteln Erdbeben- und Orkansimulator den Schrecken von Naturgewalten, Lügendetektor und Wellenmaschinen sorgen für Staunen und Verstehen. Mit dem gezielten Ausrichten eines Scheinwerfers können Besucher einen Plattenspieler zum Laufen bringen. Und wer am eigenen Leib erfahren will, wie viel Kraft man benötigt, um in einem durchschnittlichen Wohnzimmer alle elektrischen Geräte wie Fernseher, Radio, Computer, Lampen … in Gang zu setzten, kann sich diese Erkenntnis selbst erradeln. Über 300 interaktive Geräte laden die Besucher ein, den Mysterien der Natur auf den Grund zu gehen. Daneben gibt es wechselnde Sonderausstellungen zu verschiedenen Themen, aktuell zum Beispiel: „Wasser – eine Welt der Zukunft“, „PaNik“ und „KribleKrable (Krabbeltiere) – Du bist niemals allein“.
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Die Riviera - italienische und französische Küste in einer Reise

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Die italienische Riviera liegt entlang der ligurischen Küste und durchzieht die Provinzen Genua, Savona, Imperia und La Spezia. So erstreckt sie sich von der französischen Grenze, in die Ausläufer der Toskana bis hin zum Golf von Genua. Diese wunderschöne Region bietet eine abwechslungsreiche Landschaft, mit einer mediterranen Vegetation, einladenden Hafenstädten und natürlich dem blauen unendlichen Meer. Die Gegend um San Remo und Bordighera erhielt wegen ihrer typischen Blumenfelder und Blumenmärkte die Bezeichnung Blumenriviera. Die französische Riviera ist besser bekannt als die Côte d' Azur, im Deutschen bedeutet dies „Azurblaue Küste". Sie erstreckt sich am Ligurischen Meer, zwischen Marseille und der italienisch - französischen Grenze bei Menton. Den Namen erhielt diese Region von dem Dichter Stéphen Liégeard, welcher 1887 ein Buch mit dem Titel „La Côte d'Azur" veröffentlichte. Diese beiden Teilabschnitte bilden zusammen die Riviera. Durch das besonders milde Klima lohnt sich eine Klassenfahrt zu jeder Jahreszeit!

Willkommen in der Welt der Reichen und Schönen! Monaco ist ein begehrter Wohnsitz für diese Menschen geworden, was vor allem daran liegen mag, dass das kleine Fürstentum keine Einkommen - und Erbschaftssteuer erhebt. Der Aufstieg Monacos zum Treffpunkt der Hight Society begann als Fürst Rainer III. die berühmte amerikanische Schauspielerin Grace Kelly 1956 heiratete. Seit 2005 regiert, den zweitkleinsten Stadtstaat der Erde, nach dem Vatikanstaat, der gemeinsame Sohn Fürst Albert II. In dem Stadtteil Monte-Carlo wird alljährlich ein Formel-1-Rennen ausgetragen. Dass Piloten mitten durch die Stadt fahren müssen, gibt es natürlich nicht nur einmal auf der Welt, aber in Monaco wird der Klassiker ausgetragen. Es war schon immer am Legendärsten und am mondänsten.


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Ein bisschen Wiener Schmäh

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Der Wiener Charme ist sagenumwoben, viel besungen und in der Literatur verarbeitet. Die Habsburger gaben der Stadt ihre Macht, von diesem historischen Glanz ist noch viel zu entdecken. Ob Kaffeehaus oder Prater, Madame Tussauds oder das Haus der Musik, es gibt viele Gesichter der Stadt, die auf der nächsten Klassenfahrt nach Wien zu entdecken sind.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, die es in Wien zu entdecken gibt, gehört die Altstadt, diese gehört genauso wie Schloss Schönbrunn zum UNESCO-Weltkulturerbe. Zu den unumstrittenen Wahrzeichen der Stadt gehört der Stephansdom, welcher von den Wienern liebevoll „Steffl" genannt wird. Der Dom gilt zu den bedeutendsten gotischen Bauwerken Österreichs. Die Entstehungsgeschichte geht bis in das Jahr 1147 zurück. Eine prachtvolle Ausstattung schmückt den Dom. Ein Highlight ist sicherlich der Wiener Neustädter Altar, welcher Kaiser Friedrich III. stiftete. Ebenso gehört dazu das Hochgrab von Kaiser Friedrich III. aus rotem Marmor mit fast freiplastisch ausgearbeiteter Liegefigur und reichem heraldischem Schmuck.


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Tallinn und Helsinki - pulsierendes Leben zwischen Historischen Mauern und moderner City

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Tauchen Sie in einer der schönsten Städte Nordeuropas in die Geschichte ein. In Tallinn schlägt das kulturelle und ökonomische Herz Estlands. Entdecken Sie auf einer Ihrer nächsten Klassen- oder Kursreisen die zahllosen Facetten der Stadt.

Die Tallinner hatten es in ihrer Geschichte nicht leicht. Bis zu ihrer ersten Ausrufung einer estnischen Republik 1918 standen sie unter dänischer, unter Hegemonie des Deutschen Orden, unter schwedischer und russischer Herrschaft. Im Zweiten Weltkrieg wurde im Zuge eines geheimen Zusatzprotokolls zum deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt für die Sowjetunion der Weg frei Estland zu erobern. 1941 besetzte die Wehrmacht Tallinn. Hitler verfolgte das Ziel, Estland an das Deutsche Reich anzugliedern. Bis zur erneuten Unabhängigkeit war es dann noch ein langer Weg. Erst 1991 sollte Tallinn zur Hauptstadt eines unabhängigen Estlands werden.


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Prag - eine Stadt der Musik

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Prag zählt zu den schönsten Hauptstädten der Welt und zieht mit ihrem besonderen Flair, ihrer Geschichte, Architektur und ihren Menschen, aber auch mit ihrer Kultur jedes Jahr Millionen Besucher in ihren Bann. Das „Goldene Prag“ war immer auch Motiv für bildende Künstler, Schriftsteller und Musiker, war ihnen Heimstatt und bot ihnen von alters her einen fruchtbaren Boden für ihr Schaffen.

Den Tschechen wird ein angeborenes Musiktalent nachgesagt. Berühmte Sprichworte wie: „In jedem Tschechen steckt ein Musiker“ oder „jedem Tschechen wird eine Geige in die Wiege gelegt“ zeugen davon. Nicht von ungefähr galt das Prager Publikum schon um 1800 als besonders musikkundig, wurde hier schon seit dem 16. Jahrhundert Musikern der Titel Magister musicae verliehen, wurde in Prag 1811 mit dem Prager Konservatorium das Erste Konservatoriums Europas gegründet.

Schon im Mittelalter priesen die Tschechen ihr kulturelles Erbe mit dem berühmten Lobgesang Hospodine, pomiluj ny und einer Hymne zu Ehren des heiligen Wenzel. Die tschechische Sprache fand zeitig Eingang in den kirchlichen Chorgesang da die Hussiten die sakrale Orgelmusik ablehnten und den Gesang der Gemeinde förderten. Zahlreiche Gesangsvereine wurden gegründet. Vor jeder Schlacht sangen die Hussiten den Lobgesang Ktoz jsu bozi bojovnici – Ihr, die Ihr Soldaten Gottes seid. Im 19. Jahrhundert wurde dieser Lobgesang wiederentdeckt und zum Symbol des Kampfes der tschechischen Nation. Ab dem 16. Jhd. förderten Adel und Kirche den Musikunterricht. In den Palais des Prager Adels spielten hervorragende Privatorchester (kapela). Im 19. Jhd. schließlich entwickelte sich die Musik zu einem wichtigen Pfeiler der Wiedergeburt des tschechischen Nationalbewusstseins. Im berühmten Ständetheater erklang erstmals die tschechische Nationalhymne Kde domov muj (Wo ist meine Heimat?). Zahlreiche Konzertsäle, Opernhäuser und Theater entstanden, wie das Nationaltheater als nationale Institution für tschechische Komponisten und Musiker und das Neue Deutsche Theater, die heutige Staatsoper.
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