Auf den Spuren der frühen Menschheitsgeschichte im Neuen Museum Berlin

Robbin

Die Eröffnungswogen vom vergangenen Oktober haben sich etwas gelegt, aber der Besucherstrom im Neuen Museum in Berlin ist natürlich ungebrochen.

Wohl in fast jedem Reiseplan, insbesondere jedes geschichtsinteressierten Berlin-Besuchers, steht nach 70jähriger Schließung, seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und seit seiner Wiedereröffnung im Oktober 2009, das Neue Museum auf der Museumsinsel, ganz oben.

Vor allem Lehrer und Schüler sind eingeladen, auf einer Klassen-, Kurs- oder Studienfahrt nach Berlin, z.B. mit https://www.schulfahrt.de , gemeinsam das Neue Museum zu entdecken. Sowohl die Architektur des Gebäudes, das zu den bedeutendsten Museumsbauten des 19. Jahrhunderts zählt, als auch die Ausstellungen bieten eine Fülle von Stoff für architektonische, archäologische, ethnologische sowie kunst- und kulturhistorische Entdeckungen, Betrachtungen und Fragestellungen. Zu zahlreichen Unterrichtsfächern bieten sich thematische Schnittstellen. Die Angebote des Museums für Lehrer und Schüler sind auf die Lehrpläne, die verschiedenem Altersstufen und Fächer abgestimmt. Besuche von Schulklassen sollten immer angemeldet werden. Der Eintritt ist frei, buchbare Führungen sind bis zur 10. Klasse kostenlos. Das Neue Museum präsentiert sich damit als ein weiterer idealer außerschulischer Lernort in unserer Hauptstadt.

In einer neuartigen Präsentation auf rund 8000 Quadratmetern über vier Ebenen, bietet sich dem Besucher mit fast 9000 Ausstellungsobjekten ein faszinierender Blick in die Ursprünge der Menschheitsgeschichte.

Das Museum für Vor- und Frühgeschichte zeigt seine Schätze zusammen mit Objekten der Antikensammlung über drei Ebenen. Hier wird die Entwicklung der vor- und frühzeitlichen Kulturen in Eurasien von der Altsteinzeit bis ins Hochmittelalter präsentiert. Höhepunkte der Ausstellung sind neben der Sammlung Trojanischer Altertümer, die Heinrich Schliemann dem Museum „zur ewigen Aufbewahrung“ schenkte, der Schädel des Neandertalers von Le Moustier sowie der bronzezeitliche Berliner Goldhut, dessen geheimnisvolle Symbolik zeigt, wie genau bereits damals kalendarisches Wissen bewahrt wurde.

Mit über 2500 Exponaten präsentiert sich das Ägyptische Museum und Papyrussammlung im Nordflügel des Neuen Museums über drei Ebenen in einem bislang nie gezeigten Ausmaß. Hier erhält der Besucher Einblick in Toten- und Götterkult, Königtum und Alltagsleben im alten Ägypten über vier Jahrtausende. Erstmals wird auch die Wissenschaftsgeschichte der Ägyptologie dargestellt und erläutert. Höhepunkt der Präsentation des Ägyptischen Museums ist unbestritten die Büste der Nofretete als einziges Ausstellungsstück in einer vier Meter hohen Vitrine im Nordkuppelsaal des Neuen Museums. Zu den Highlights der Ausstellung zählen außerdem der nach der Gesteinsfarbe benannte Grüne Kopf, drei Opferkammern aus dem Alten Reich sowie das Porträt der Königin Teje.

Ein 700.000 Jahre alter Faustkeil der Altsteinzeit des Museums für Vor- und Frühgeschichte ist übrigens das älteste Objekt im Neuen Museum und das jüngste Objekt ist ein Stück Stacheldraht der Berliner Mauer.

Nach so viel Geschichte und Kultur hat sich jeder Lehrer und Schüler natürlich etwas Abwechslung verdient und die bietet Berlin wahrlich genug. Clubs, Geschäfte, Szeneviertel… vielfältigen Programmbausteinen für eine tolle Klassen-, Kurs- oder Studienreise nach Berlin finden Sie unter https://www.schulfahrt.de.


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