Lernort Dänemark

Mario

Eine Klassenfahrt ist weit mehr als Spaß und „einfach mal raus“. Sie birgt selbst erlebte Erfahrungen und trägt zur Ausprägung des „Wir-Gefühls“ im Klassenverband bei. Schüler und Lehrer lernen sich von einer anderen Seite kennen, gemeinsam werden andere Kulturen, Landschaften, Menschen erlebt und entdeckt … an Orten, die begeistern, die Entdecker- und Experimentierfreude anregen. Ein wahres Eldorado an solchen außerschulischen Lernorten ist Dänemark. Von Deutschland gut mit dem Reisebus zu erreichen, bietet es für alle Klassenstufen und zahlreiche Fächer tolle Lernerlebnisse und Anregungen.

Bereits die Anreise kann zum Topografiespaß werden, wenn verschiedene Bundesländer, Flüsse, wichtige Städte … passiert werden. Beim Überqueren der einzigen Landgrenze Dänemarks, die zwischen Deutschland und Dänemark, bietet sich für ältere Schüler ein Ausflug in die Geschichte, z.B. zum Deutsch-Dänischen Krieg von 1864 im Zusammenhang mit der Entstehung des deutschen Nationalstaates 1871 an. Es lohnt sich ein Besuch der Gedenkstätte Düppeler Schanze (Dybbøl Banke) eines der wichtigsten nationalen Symbole Dänemarks, mit dem Geschichtszentrum Historiecenter Dybbøl Banke und dem Museum in der Düppeler Mühle.

Die Landschaften Dänemarks wurden maßgeblich durch die Eiszeiten des Pleistozäns geprägt. Der Westteil Jütlands ist sehr flach, nach Osten hin wird es hügeliger. Hier liegt auch der Møllehøj, mit 170,86 Meter die höchste natürliche Erhebung Dänemarks. Der Verlauf der Nordseeküste Jütlands ist relativ ausgeglichen. Da es hier keine Buchten und große Dünenfelder gibt, wurde erst im 19. Jahrhundert mit Esbjerg der einzige bedeutende Hafen an der Westküste Dänemarks gebaut. Die Ostseeküste Jütlands ist hingegen reich an Meeresbuchten, den Förden, die weit ins Land hineinreichen. Hier liegen einige Hafenstädte, die zu den ältesten Siedlungsplätzen Dänemarks gehören. Auf Wanderungen oder Fahrradtouren lässt sich diese „Eiszeitlandschaft“ gut erkunden. Am nördlichsten Punkt von Nordjütland, an der Landspitze Grenen, treffen sich die Nordsee und der Kattegat. Man kann dort buchstäblich mit jedem Bein in einem anderen Meer stehen. Anschaulicher kann Geographieunterricht kaum sein.

Im Kattegatcenteret bietet Dänemarks Haicenter eine einzigartige maritime Unterwasserwelt. Fische aus allen Teilen der Welt können in den Aquarien beobachtet werden. In den offenen Aquarien werden die Biotope des Kattegats vorgestellt: Meeresufer, Gezeitenzone, Steilküste, Hafen und offenes Meer. Das Ziel des Kattegatcenters ist eine detaillierte Wissensvermittlung über das Leben im Meer. In der Umweltausstellung und in der Science-Ausstellung werden auch die Konsequenzen menschlichen Handelns veranschaulicht. Ähnliches bietet auch das Nordsee-Ozeanarium in Hirtshals, mit dem größten Aquariumbecken Nordeuropas. Es ist speziell für die schwarmbildenden, pelagisch (unabhängig vom Meeresboden) lebenden Fische entworfen worden, die sehr viel Platz brauchen, um ihr natürliches Verhalten zu zeigen.

Die Ausstellung im GeoCenter Møns Klint, das auf dem Kreidefelsen Møns liegt, bietet eine geologische Zeitreise von der Kreidezeit bis in die Gegenwart, die allen Altersgruppen gerecht wird.

An vielen Stellen der Westküste Jütlands finden sich Reste von Bunkeranlagen aus dem 2. Weltkrieg. Während der deutschen Besatzung bildete der jütländische Fischerort Hanstholm das Herzstück des Atlantikwalls. Im 2002 eingerichteten Museumscenter mit Museumsbunker, Dokumentationscenter und Freigelände mit Feldbahn kann man die Geschichte des deutschen Bollwerks in Dänemark entdecken.

Blick auf die Überreste der Bunkeranlage am Atlantikwall in Hanstholm

Geschichte und Physik kann man sehr anschaulich im Elmuseet, dem Elektrizitätsmuseum in Bjerringbro erleben. Eine Kombination aus Museum und Science-Center. In insgesamt zehn Ausstellungsgebäuden kann man auf Entdeckungsreise gehen. Im Hochspannungslabor werden z.B. künstliche Blitze erzeugt. Im Danfoss Universe, einem spektakulären Freizeitpark auf der süddänischen Insel Als, unweit von Flensburg, erwartet die Besucher Spaß und Sport, Erstaunliches aus allen möglichen Wissensgebieten sowie Spannung und Abwechslung. Technische und naturwissenschaftliche Zusammenhänge sollen hier Kindern und Jugendlichen auf spielerische, eindrucksvolle und aufregende Weise vermittelt werden.

Was eigentlich in der Landwirtschaft passiert, und wie vor 100 oder gar 1000 Jahren auf dem Land gewirtschaftet wurde, erlebt man im Dänischen Landwirtschaftsmuseum (Dansk Landbrugsmuseum, Gl. Estrup). Traktoren und Landmaschinen, Gemüsesorten, Gewürzkräuter, Beerensträucher und Blumen, 230 alte dänische Apfelsorten, der neu angelegte Hopfengarten, Felder, Ställe und zahlreiche Tiere sowie im Sommerhalbjahr Kunsthandwerker, Weber und die alte Schmiede lassen mehr als 6000 Jahre interessante Geschichte lebendig werden. Mit www.schulfahrt.de können Sie Ihre individuelle Klassenfahrt nach Dänemark zusammenstellen um mit Ihren Schülern die vorgestellten Lernorte zu entdecken.


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