Flanderns Traumstrände und Deichlandschaften entdecken

Marco

Wie Perlen aufgereiht an einer Schnur liegen sie da, die malerischen Orte an Belgiens Nordseeküste, umgeben von beeindruckenden Deichlandschaften, auch Polderlandschaften genannt. Die Polderdörfer, wie z.B. Vlissegem und Klemskerke, sind teilweise bis zu 1000 Jahre alt. Die feinsandigen Strände und die weiten Deichlandschaften bieten Natur und Entdeckungen, Strandvergnügen, Sport, Kultur und Erholung – alles ist möglich. Und verbunden ist alles durch die Kusttram, die längste Straßenbahn der Welt.

Wer will, kann in zwei Stunden und 23 Minuten von Adinkerke, dem Standort des Bahnhofs von De Panne, an der Grenze zu Frankreich, über Nieuwpoort, Oostende und Zeebrügge bis zum Bahnhof von Knokke-Heist, ca. 6 km vor der Grenze zu den Niederlanden, mit der Kusttram - der Küstenstraßenbahn, die gesamte belgische Nordseeküste abfahren. Mit 68 Kilometern und 69 Haltestellen ist sie die längste der Welt. Zum Teil führt die Strecke direkt an der Küste entlang. Andere Abschnitte führen durch die reizvolle Dünenlandschaft oder durch historische Polderdörfer und schicke Seebäder. 1885 wurde der erste Abschnitt eröffnet. In den Sommermonaten, zur besten Touristenzeit, verkehren die Bahnen teilweise im 10-Minuten-Takt, ansonsten im 15- bis 20- Minuten-Takt. Das gibt es tatsächlich kein zweites Mal, mit der Straßenbahn geht’s direkt an den Strand.

Wer sich Zeit nimmt und hier und da mal aussteigt, kann eine Menge entdecken. Zum Beispiel das Schönste Dorf am Meer – De Haan. Direkt an der Nordseeküste gelegen, vermittelt das authentische und malerische Seebad mit seinen vielen Gärten und weißen Villen im Stil der Belle-Epoque, den gewundenen Alleen zwischen den Dünen, seiner beliebten Strandpromenade mit Terrassen und Restaurants, ein nostalgisches Gefühl alter Bäderkultur. Die hölzerne Station der Kusttram liegt mitten im historischen Zentrum von De Haan. In der Nähe der Station eröffnete 1888 das erste Hotel. Die erhaltene Natürlichkeit und Ursprünglichkeit De Haans ist der strengen städtebaulichen Richtlinie zu verdanken, die Bauherren die Auflage erteilte, eine bestimmte Bauhöhe nicht zu überschreiten. Sie schrieb vor, dass die Häuser freistehend und mit einem Garten umgeben sein müssen und schließlich musste der anglo-normannische Baustil für alle Villen eingehalten werden. Bis heute unterscheidet sich De Haan durch seine offene, stark begrünte Bauweise von allen anderen belgischen Badeorten.

Im Jahr 1977 fusionierten die bis dahin eigenständigen Gemeinden Wenduine, Vlissegem und Klemskerke zur neuen Großgemeinde De Haan. Zwischen De Haan Zentrum und Wenduine erstreckt sich ein zwölf Kilometer langer feiner Sandstrand, der zum Baden, zum Volleyball spielen, faul in der Sonne liegen oder Spazieren gehe einlädt. Ein Paradies für Segler, Windsurfer und Wassersportler. Bei einem Ritt über die Reitwege, einer Dünenwanderung oder einer Radtour durch Wald und Dünen kann man die Umgebung erkunden und die Besonderheiten von Natur und Landschaft in den drei Naturschutzgebieten entdecken. In Vlissegem kann man sich beim Besuch der Garre – der kleinen Gasse, problemlos vorstellen, wie das Leben im Dorf vor Hunderten von Jahren aussah. In Klemskerke gibt es unter anderem die restaurierte Kirche und die noch erhaltene Bockwindmühle aus dem Jahre 1693 anzusehen. Die Hubertmühle in Wenduine ist erst restauriert worden und regelmäßig kommt ein Müller, um das Getreide zu mahlen. Eine Besichtigung der Mühle ist möglich. Hier treffen sich Romantik und Vergangenheit.

Die Königin der Seebäder nannte König Leopold II. Oostende. Hier trafen sich die Reichen und Schönen der europäischen Aristokratie. Noch heute ist Oostende die einzige wirkliche Stadt unter den flämischen Seebädern. Die Gäste flanieren noch immer gerne über die schicke Strandpromenade, die sich über den gesamten Seedeich erstreckt und gesäumt ist von Straßencafés und Restaurants. Damit das auch so bleibt, ist in den letzten Jahren viel Geld und Mühe in die noch ansprechendere Gestaltung der Promenade, der Straßen und Plätze investiert worden. Der neun Kilometer lange Sandstrand macht Oostende zu einem Badeparadies. Ein vielfältiges Kultur-, Sport- und Freizeitangebot bietet unendlich viele Möglichkeiten für einen längeren Urlaub. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie das Museumsschiff Amadine, das Segelschulschiff Mercator, das Nordseeaquarium, das Kunstmuseum am Meer – Mu.Zee, das Museum für örtliche Geschichte De Plate, der Atlantikwall oder das Fort Napoleon oder die historischen Überreste des mittelalterlichen Fischerdorfes Walraversijde, ziehen die Besucher an. Der wissenschaftliche Themenpark Earth Explorer vereint Unterricht, Entspannung und interaktive Experimente und begeistert damit Kinder, Jugendliche und Lehrer bzw. Eltern gleichermaßen.

Die belgische Nordseeküste hat also viel zu bieten und ist ein attraktives Reiseziel für die nächste Klassenfahrt. Doch auch andere Teile des Landes haben ihren Charme - schauen Sie sich um: Klassenfahrten nach Belgien - Komplettüberblick


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