Leipzig - Auerbachs Keller



Goethe, Faust und Auerbachs Keller Dichtung oder mehr?
Leipzig: Messe- und Goethestadt

Vor 200 Jahren hieß es in einem heute etwas angestaubten Bonmot:
In Chemnitz arbeitet man, in Leipzig handelt man, in Dresden feiert man!
Nun geht es hier also um Leipzig, die Messestadt, die Musikstadt, die Stadt der großen Dichter- und speziell ein wenig um Goethe … und um Doktor Faustus … also ergründen wir gemeinsam die Tatsachen.



Statten Sie Auerbachs Keller mit einer Führung auf Ihrer Klassenfahrt nach Leipzig einen Besuch ab! Gern organisieren wir diese für Sie. Danach können Sie im Restaurant speisen.

Auerbachs Keller: Das bekannteste Restaurant der Stadt

Auerbachs Keller ist nicht nur ein stilvolles Restaurant, in welchem man hervorragend speisen kann. Im Restaurant "Großer Keller" werden vorrangig typische Gerichte der sächsischen Küche serviert. Absolute Klassiker sind dabei sowohl die hausgemachten Rindsrouladen als auch die Leipziger Quarkkäulchen.

Erbaut im Jahr 1912 gemeinsam mit der bekannten Mädlerpassage, ist Auerbachs Keller heute neben dem Hofbräuhaus in München das wohl bekannteste Restaurant Deutschlands.
Kurz zur Geschichte von Auerbachs Keller: Die erste Erwähnung der Destination stammt aus dem Jahr 1525, als der Arzt Heinrich Stromer von Auerbach in seinem Haus einen Ausschank für Studenten einrichtete. Nur drei Jahre später ließ von Auerbach das Haus komplett abreißen und neu errichten. Damals entstanden die drei Etagen, wie man sie noch heute vorfindet samt Hexenstube und Goethekeller, Fass-Stübchen und Fasskeller.

Warum aber ist Auerbachs Keller untrennbar mit Goethe und seinen Werken verbunden? Ganz einfach: Der Dichter begann im Jahr 1765 sein Studium in Leipzig. Während dieser Zeit hielt er sich oft in Auerbachs Keller auf; hier entstanden zahlreiche seiner weltbekannten Werke.

Heute ist die zweitälteste Gaststätte von Leipzig ein Anziehungspunkt nicht nur für Einheimische, sondern vor allem auch für Touristen. Sie sollten es sich also nicht entgehen lassen, diesen geschichtsträchtigen Ort während Ihrer Klassenreise zu besichtigen. Vielleicht haben Sie die Möglichkeit, an einer der Veranstaltungen teilzunehmen. Entdecken Sie Mephisto oder Martin Luther; ein unvergessliches Erlebnis. Auch das Theaterdinner wird gerne gebucht, denn während diesem erhalten Sie einen guten Einblick in die Freundschaft zwischen Goethe und Schiller. Das Zweipersonenstück "Goethes Glanz und Schillers Glorie. Klassik zum Lachen für Kenner und solche, die es werden wollen." wird Sie definitiv zum Lachen bringen.

Goethe in Leipzig

"Mein Leipzig lob ich mir! Es ist ein Klein-Paris und bildet seine Leute." ist eines der bekanntesten Zitate von Goethe, welches man im Faust nachlesen kann. Es beweist, dass Goethe sich nicht nur gerne in der Stadt aufhielt, sondern dieser auch zugetan war.
Leipzig und vor allem Auerbachs Keller inspirierten den Dichter zu einem seiner bekanntesten Werke, dem Faust. Nicht umsonst ließ er einen Großteil der Handlung eben in Auerbachs Keller spielen. Hier in Leipzig lernt er aber auch seine Jugendliebe Friederike Oeser kennen und schrieb für sie "Lieder mit Melodien Mademoiselle Oeser gewidmet von Goethen".
Sein Studium wurde für ihn schnell zur Nebensache; stattdessen wurde er schon bald Stammgast im Theater. Durchaus kann man von einem ausschweifenden Lebensstil des jungen Goethe sprechen. Dies führte dazu, dass er bereits im Alter von 18 Jahren an Tuberkulose erkrankte. Im Alter von 19 Jahren verließ Goethe die Stadt Leipzig ohne Schulabschluss. Ab dem Jahr 1775 lebte Goethe im nicht weit entfernten Weimar, kehrte aber Leipzig nie komplett den Rücken zu. Immer wieder besuchte er die Stadt, die ihm, während seiner Jugend so viel bedeutet hatte. Im Jahr 1832 verstarb Johann Wolfgang von Goethe in Weimar.

Friedrich von Schiller: Einer der bekanntesten Weggefährten von Goethe

Nicht nur Goethe verbrachte einen Großteil seiner Jugend in Leipzig. Im Jahr 1785 kam der Dichter zum ersten Mal in die Stadt. Er folgte einer Einladung von Gottfried Körner und weiteren Bewunderern von Schillers Werken wie "Kabale und Liebe" oder "Die Räuber".
Diese werden noch heute im Theater der Stadt regelmäßig aufgeführt. Vielleicht haben Sie ja während Ihres Aufenthaltes in der Stadt die Möglichkeit, einer solchen beizuwohnen.
Unbedingt sollten Sie auch dem Schillerhaus einen Besuch abstatten, denn dieses widmet sich dem Leben und den Werken des Dichters. Hier wohnte Schiller nach seiner Ankunft in der Stadt und verfasste in diesem Haus unter anderem die bekannte "Ode an die Freude".
Anhand von etwa 100 Exponaten und original Gegenständen können Sie sich gut in die damalige Zeit versetzen. Telefonisch können Sie sich gern auch zu einer der Führungen anmelden.
Übrigens: Fotomotive finden Sie in Leipzig genügend: Sei es das Goethedenkmal auf dem Naschmarkt oder die zahlreichen Szenen aus Goethes Faust in der Mädlerpassage. Diese beliebte Passage in unmittelbarer Nähe zu Auerbachs Keller ist weitaus mehr als eine Einkaufsstraße: In historischem Ambiente und in zentraler Lage können Sie hier nicht nur shoppen, sondern auch zahlreichen Veranstaltungen beiwohnen. Ein Besuch der Mädlerpassage gehört zum Pflichtprogramm eines jeden Leipzig Besuchers, denn allein die Architektur ist atemberaubend. Die 140 Meter lange Passage ist komplett von einem Glasdach bedeckt, sodass Sie auch an Schlechtwettertagen entspannt shoppen können.

Das sollten Sie in Leipzig ebenso wenig versäumen

Selbstverständlich bietet die Sachsenmetropole sehr viel mehr als nur den bekannten Auerbachs Keller. In unmittelbarer Nähe können Sie nicht nur das Goethedenkmal entdecken, sondern auch das Neue und das Alte Rathaus, zwei der beliebtesten Fotomotive der Stadt.
Das Gewandhaus Leipzig ist ein weiterer Anlaufpunkt in der Stadt, ebenso wie das bekannte Völkerschlachtdenkmal. Dieses soll an die Völkerschlacht bei Leipzig im Jahr 1813 erinnern. Versäumen Sie es nicht, die 91 Meter hohe Aussichtsplattform zu besuchen, denn von oben genießen Sie einen schönen Panoramablick über die Stadt. Sie müssen übrigens nicht die 500 Stufen zu Fuß erklimmen, denn ein Aufzug bringt Sie bequem auf die Plattform.
Zurück in der Leipziger Innenstadt sollten Sie an einer der angebotenen Stadtführungen teilnehmen, um so viele Sehenswürdigkeiten der Stadt wie möglich zu entdecken. Besonders beliebt ist die Stadtführung "Das klassische Leipzig", während der Sie auf den Spuren von Goethe und Schiller wandeln. Die etwa zwei Stunden dauernde Tour nimmt Sie mit zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten und Denkmälern in Leipzigs Innenstadt. Weitere literarisch inspirierte Stadtrundgänge können Sie bei der Leipzig Information erfragen.

Fazit

Eine Klassenreise nach Leipzig ist auf jeden Fall eine Reise wert. Die liebenswerte sächsische Großstadt lädt Sie ein auf eine spannende Zeitreise in die Welt Schillers und Goethes ... Doch vergessen wir darüber nicht das Heute! Leipzig boomt und wird Sie begeistern!



Deutsche Geschichte, Essen & Trinken, Städtereise, Leipzig