Amsterdam - Leben im Rijksmuseum



Leben im Rijksmuseum

Er hat sich nie an irgendwelche akademischen Regeln gehalten und wurde deswegen oft als ungebildet oder sogar unbegabt verspottet. Doch genau das machte den Niederländer zu einem der renommiertesten Maler der Kunstgeschichte. Die Rede ist von Rembrandt Harmenszoon van Rijn oder besser bekannt als einfach nur Rembrandt. Sein Zuhause: das Rijksmuseum in Amsterdam. Das weltbekannte Museum besitzt die größte und repräsentativste Sammlung seiner Gemälde, Zeichnungen und Radierungen. Doch nicht nur deswegen ist ein Besuch des Museums ein absolutes Muss für jeden Kunstkurs und jede Studienreise.

Vorfreude ist die schönste Freude

Im Amsterdamer Museumsviertel gelegen zeigt das Rijksmuseum über 8000 Schätze der niederländischen Kunstgeschichte - vom Mittelalter bis zur Gegenwart, darunter die Werke einiger absoluter Superstars. Doch der majestätische Bau besticht nicht nur durch seine inneren Werte. Das rötliche Backsteingebäude, 1885 nach den Plänen des Architekten Pierre Cuypers erbaut, geizt nicht mit Türmchen, bunten Fenstern und Verzierungen. Die Passage vor dem Eingang ist wegen ihrer Akustik eine beliebte Bühne der besten Straßenmusiker der Stadt. Der Zeitplan der Klassenfahrt sollte deswegen unbedingt ein paar Extraminuten vor dem Rijksmuseum Amsterdam erlauben.

Schauen Sie sich mit uns auf der Klassenfahrt Amsterdam das Rijksmuseum an!

Alle niederländischen Meister unter einem Dach

Das Herzstück des Rijkmuseums ist die Ehrengalerie, in denen die niederländischen Meister des Goldenen Zeitalters ausgestellt sind. Weniger Kunst enthusiastische Teilnehmer der Schulfahrt werden diesen beeindruckenden Saal als zeitsparend empfinden, denn hier sind sie alle an einem Ort vertreten: Frans Hals, Jan Steen, Johannes Vermeer und natürlich Rembrandt.

Das goldene Zeitalter ist auch als niederländischer Realismus bekannt. Nach dem Ende der spanischen katholischen Herrschaft im 17. Jahrhundert folgte ein wirtschaftlicher und kultureller Aufschwung. Die niederländischen Künstler emanzipierten sich von der katholischen Darstellungsweise des Göttlichen und wendeten sich weltlichen Themen, wie dem gewöhnlichen menschlichen Leben, zu.
Eines der anschaulichsten Beispiele ist Johannes Vermeers berühmtestes Bild “Dienstmagd mit Milchkrug”, die eben diese zeigt wie sie Milch aus einer Kanne gießt. Vermeer ist es gelungen, den Milchstrahl so realistisch zu malen, dass der Betrachter seinen Finger in das Gemälde halten möchte.

Absoluter Blickfang der Ehrengalerie ist Rembrandts fast vier Meter hohes und viereinhalb Meter breites Gemälde “Die Nachtwache”, das nicht nur wegen seiner imposanten Größe faszinierend ist. Rembrandt war ein ausgezeichneter Geschichtenerzähler, der den Blick des Betrachters durch gekonnte Lichtsetzung und Farbeffekte lenkt. Das 1642 für den Festsaal einer Amsterdamer Bürgerwehr angefertigte Bild zeigt einen Hauptmann, der seinem Lieutenant den Marschbefehl gibt. Die Lebendigkeit und der Detailreichtum des Gruppenporträts machen das Gemälde zu einem einzigartigen Werk der Kunstgeschichte.

Es lohnt sich, das Gemälde ausgiebig aus der Nähe und Ferne zu bestaunen, da es immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt. Rembrandt hat zum Beispiel etwas mit Hitchcock gemeinsam: Beide hatten Spaß daran, sich irgendwo unauffällig in ihr eigenes Kunstwerk zu schmuggeln. Hitchcock ist gerne in seinen eigenen Filmen durchs Bild gelaufen. Rembrandt hat sich in “Die Nachtwache” selbst in den Hintergrund des Bildes gemalt.

Rembrandt, Rembrandt und nochmal Rembrandt

Wer von Rembrandt nicht genug kriegen kann, sollte sich mit der Schulfahrt nach Amsterdam beeilen. Anlässlich seines 350. Todestages zeigt das Rijksmuseum noch bis Juni dieses Jahres eine Retrospektive mit all seinen Gemälden, Zeichnungen und Radierungen. Aber auch über diesen Zeitraum hinaus, lohnt sich der Besuch allemal.
Während seines Künstlerlebens eignete sich Rembrandt eine große Bandbreite an Maltechniken an und war generell sehr experimentierfreudig. Die Ausstellung “Alle Rembrandts” eignet sich perfekt für eine Studienreise für einen Kunstkurs, da sie alle Epochen und Stile Rembrandts umfasst, darunter einige Zeichnungen aus seinen Anfangsjahren als Künstler.
Da die Zeichnungen auf Papier besonders fragil und lichtempfindlich sind, ist die Ausstellung eine ganz besondere Gelegenheit, einen Blick auf diesen Teil des Lebenswerks von Rembrandt zu werfen und ein guter Grund die Klassenfahrt nach Amsterdam noch in diesem Schuljahr zu planen.

Zwischen Genie und Wahnsinn

Auch wenn Rembrandt das Rijksmuseum dominiert, gibt es noch viele andere weltbekannte Künstler zu entdecken. Eines dieser Highlights ist eine nicht weniger schillernde Persönlichkeit der holländischen Kunstgeschichte: Vincent van Gogh. Der Begründer der modernen Malerei ist gleich mehrfach vertreten, unter anderem mit einem seiner berühmten Selbstporträts.

Der vom französischen Impressionismus und Pointillismus inspirierte Künstler malte sich nicht etwa aus Eitelkeit so häufig selbst. Wie viel Eitelkeit kann man auch einem Menschen nachsagen, der sich Überlieferungen zu Folge eigenhändig das Ohr abgeschnitten hat? Van Gogh malte sich so oft selbst, weil er ein armer Schlucker war, der kein Geld für Modelle hatte. Leider teilte er das Schicksal vieler Künstler, dass die Kunstszene ihn erst nach seinem Ableben zu schätzen wusste. Während seines eher kurzen Künstlerlebens hatte er mit schweren psychischen Problem zu kämpfen und beging mit nur 37 Jahren Selbstmord.

Das Ohr ist ihm während eines Streits mit Künstlerkollegen Paul Gauguin im Absinthrausch abhandengekommen. Auf seinem Selbstporträt im Rjiksmuseum ist van Gogh zwar noch im Besitz beider Ohren. Allerdings kann es nicht schaden, sich den Vorfall wenigstens vors geistige Auge zu führen. Auf einer Klassenfahrt lassen es die Schüler gerne einmal krachen. Wer jedoch auf die Vollständigkeit seiner Körperteile wert legt, sollte generell auf den Besuch eines Coffeeshops verzichten!

Alles über die Kunst

Insbesondere auf einer Studienreise für Kunstkurse lohnt sich der Besuch der Cuypers Bibliothek, der größten und ältesten kunsthistorischen Bibliothek der Niederlande und eine der wichtigsten Kunstbibliotheken der Welt. Die imposante Galerie umfasst Auktions- und Ausstellungskataloge, Handels- und Sammlungskataloge sowie Bücher, Zeitschriften und Jahresberichte zu den Museumsausstellungen seit 1885.

Während der kürzlich abgeschlossenen zehn Jahre andauernden Restaurierungsarbeiten wurde die Bibliothek wieder in ihren Originalzustand versetzt, exakt nach den Vorstellungen des Architekten Cuypers. Die bunten Bücherwände sind nicht nur architektonisch und ästhetisch ein Genuss. Der Lesesaal bietet auch die Möglichkeit, wenigstens in einige der vielen Bücher, Zeitschriften und Kataloge einzutauchen.

Ein Tag ist zu wenig

Das Rijksmuseum umfasst insgesamt 80 Säle mit Skulpturen, archäologischen Funden, historischen Waffen und Möbeln sowie Schiffsmodellen. Es ist also unmöglich, allen Ausstellungsstücken die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie verdienen. Wer eine gute Sicht auf die absoluten Highlights des Museums haben möchte, sollte direkt nach der Öffnung am Morgen kommen. Bei über zwei Millionen Besuchern pro Jahr kann es um die vielen berühmten Kunstwerke schnell voll werden. Das Museum bietet die Möglichkeit, Karten bereits vorher online zu kaufen und so die Warteschlange am Eingang zu umgehen.



Klassenfahrt, Museum, Städtereise, Amsterdam

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