Der Ruhrpott auf dem Weg zur Metropole Ruhr



Wer meint, das Ruhrgebiet wäre langweilig, nur Schornsteine und Industrieanlagen, nichts los, der sollte unbedingt mal hinfahren und sich vor Ort eines Besseren belehren lassen. Immer mehr Touristen entdecken das Ruhrgebiet mit seinen vielfältigen Kunst-, Kultur- und Freizeitangeboten als lohnendes Ziel. Ehemalige Zechen, Kokereien und Stahlwerke werden als neue Orte für Kulturevents entdeckt und ausgebaut, Gasometer werden zu Ausstellungsräumen, Industriedenkmale zu angesagten Partylocationen… Alte Industriebrachen und Abwasserkanäle werden renaturiert, Landschaftsparks entstehen. Die einst größte Montanregion Europas ist heute auf dem Weg zur kreativen europäischen Metropole des 21. Jahrhunderts, zu einem Dienstleistungs-, Technologie- und Wissen- und vor allem Kulturstandort. Hunderte Kultureinrichtungen, Künstler und Kulturschaffende in der Region sind seit Jahren die Basis dieses Wandels und bilden eine der reichsten Kulturlandschaften Europas. Spätestens seit 2010 Essen, stellvertretend für die Region, Kulturhauptstadt Europas war, wird das Ruhrgebiet auch international als neue Metropole Ruhr wahrgenommen.

Was gibt es also zu entdecken, zu erfahren und zu erleben? Natürlich über 150 Jahre Industriegeschichte. Zum Beispiel auf der Route der Industriekultur, ein etwa 400 Kilometer langer Rundweg zu 52 industriegeschichtlichen Stätten des Ruhrgebietes. Dazu gehören bedeutende Industrieanlagen ebenso wie von namhaften Architekten entworfene Arbeitersiedlungen oder Technik- und Industriemuseen.

Das Besucherzentrum der Route der Industriekultur und selber ein imposantes Industriedenkmal ist die ehemalige Zeche und Kokerei Zollverein. Das gesamte Ensemble der einst „schönsten Zeche der Welt“ und größten Kokerei Europas wurde bis 1999 saniert. Es steht unter Denkmalschutz und gehört seit 2001 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Zollverein ist heute eines der imposantesten Industriedenkmäler der Welt und Zentrum für Kultur und Kreativwirtschaft. Hier befinden sich unter anderem der Museumspfad Weg der Kohle, das Design Zentrum Nordrhein-Westfalen, der Kunstschacht Zollverein sowie die Keramische Werkstatt Margaretenhöhe. In der ehemaligen Kokerei erwarten die Besucher Ausstellungsräume für Gegenwartskunst. Im Sommer 2009 bezog das Ruhr-Museum seine neuen Räume in der ehemaligen Kohlenwäsche. Es gibt Cafés und Restaurants, hier finden große Kulturprojekte wie die internationale Weltmusikmesse „WOMEX“ oder die „ExtraSchicht“ – Die Nacht der Industriekultur im Ruhrgebiet, aber auch Konzerte, Theater, Vorträge, Kongresse und Tagungen statt. Ein Besuch lohnt sich immer.



Klassenfahrt, Zeche Zollverein, Ruhrgebiet

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