Normandie - eine der schönsten historischen Provinzen Frankreichs



Schlemmen wie Gott in Frankreich. Die Normandie hat eine exzellente Küche, sie ist vor allem für ihre drei großen C's bekannt. Das sind Camembert, Calvados und Cidre. Natürlich gibt es noch weitere Köstlichkeiten, so zum Beispiel den Crêpe Normande, mit Zucker und Sahne sowie eventuell mit Apfelringen bedeckte Crêpes, welche mit Calvados am Tisch flambiert werden. Genießen Sie die einzigartige Landschaft der Normandie, wo auch die einzigartige Schule des Impressionismus entstanden ist. Hier können Sie an jeder Ecke Geschichte entdecken, von Wilhelm dem Eroberer über die Nationalheilige Jeanne d'Arc und den Wikingeranführer Rollo.

Die architektonische Geschichte Le Havres liegt im 2. Weltkrieg begründet. Die Stadt erlitt schwere Zerstörungen in dieser Zeit. Von 1945-1954 wurde Le Havre nach den Plänen des Architekten August Perret neu aufgebaut. Perret war ein Verfechter und Förderer des Betons, so schuf er ein einzigartiges Stadtensemble, welches als einziges des 20. Jahrhunderts in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Eine weitere Meisterleistung von Perret ist die das Stadtbild beherrschende St. Josefs Kirche. Durch die 12.768 farbigen Glasfenster in verschiedenen Farben erhält der Kirchenturm eine ganz besondere Atmosphäre. Er steht wie ein Hoffnungsträger in der Landschaft, der als Orientierungspunkt dienen soll. Von dem flachen Kirchendach hat man eine atemberaubende Aussicht. Für Freunde der Kunst ist das Museum Malraux ein besonderes Highlight, es beherbergt nach dem Musée d'Orsay in Paris die bedeutendste impressionistische Ausstellung in Frankreich. Zu sehen sind Gemälde von Claude Monet, Auguste Renoir, Edgar Degas, Kees van Dongen, sowie Camille Pissarro. Zu den zahlreichen Besonderheiten des Kunstmuseums gehört auch der Boudin Bestand. Der Bruder des Künstlers Eugène Boudin übertrug dem Museum die größte Sammlung des Künstlers, welche nun weltweit einzigartig ausgestellt wird. Sie zeugen von der Vielseitigkeit und der bahnbrechenden Wesensart von Boudins Kunst.

Das unumstrittene Heiligtum der Stadt Bayeux ist der weltberühmte und kostbare Teppich von Bayeux. In 58 eindrucksvollen Einzelbildern, insgesamt auf einem 52 cm hohen und 70 m langen Tuchstreifen aus dem 11. Jahrhundert, wird die Eroberung Englands durch den Normannenherzog Wilhelm den Eroberer dargestellt. Die entscheidenden Szenen sind die der Schlacht bei Hastings, welche am 14. Oktober 1066 stattfand. Dieses Gefecht war der erste und bedeutsamste Erfolg der französischen Normannen. Die Annexion Englands konnte Wilhelm 1071 abschließen. Er ließ sich am Weihnachtstag in der Westminster Abbey zum König von England krönen und trat so das Erbe des bisherigen Königs Harald II. an. Auf dem Wandteppich wird auch der Tod Harald II. abgebildet. Es wurde viel darüber spekuliert, wie der Teppich entstanden ist. Eine Möglichkeit ist, dass der Halbbruder von Wilhelm, Bischof Odo von Bayeux, ihn in Auftrag gegeben hat. Im Centre Guillaume le Conquérant, einem umgebauten Jesuitenkolleg, können Sie diese wunderbare Stickarbeit bewundern. Seit 2007 gehört der Teppich zum UNESCO-Weltdokumentenerbe.



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