Die Stadt der Grachten - Amsterdam



Die wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit erlebte Amsterdam im sogenannten Goldenen Zeitalter. Dieses umfasst das 17. Jahrhundert. Noch heute zeugen die Stadtpaläste und die üppig bestückten Museen vom Glanz und Reichtum der alten Zeit. Noch immer pulsiert das Leben in der multikulti Stadt. Zahlreiche Bars und Diskotheken locken die Nachtschwärmer in eine lange Nacht.

Grachten in Amsterdam

Grachten in Amsterdam © Google Maps - Größere Kartenansicht

Lernen Sie die Stadt doch einfach vom Wasser aus kennen und unternehmen Sie eine Grachtenrundfahrt. Unter Grachten versteht man die Kanäle, die sich durch die Innenstadt in mehreren Ringen ziehen. Vor 400 Jahren entwarfen die Herren der Städteplanung die Kanäle am Reißbrett. Sie dienten damals zum leichten An- und Abtransport der Waren zu den bequem erreichbaren Lager- und Kaufmannshäusern. Des Weiteren dienten diese zur Entwässerung und zur Verteidigung. Zu den bedeutendsten Grachten zählen die Heren-, die Keizers- und die Prinzengracht. Die Goldene Biegung gehört unumstritten zum einflussträchtigsten Bestandteil der Herengracht. Während des Goldenen Zeitalters und des 18. Jahrhunderts wurde sie von den reichsten Kauflauten und Angehörigen der Oberschicht der Stadt bewohnt. Hier stehen die pompösesten Stadtpaläste mit den prächtigsten Giebeln, welche jedem Haus eine individuelle Note geben. Im alten Arbeiterviertel Jordan erwarten Sie stimmungsvolle Grachten. Rembrandt lebte in seinen jungen Jahren in diesen Viertel, in der Rosengracht verbrachte er bescheiden seinen Lebensabend. Eine der sehenswerten Grachten des Viertels ist die Blumengracht.

Heimlich versteckt lebte die Familie Frank 2 Jahre im Hinterhaus der Prinsengracht 263. Dann wurden sie verraten und die Gestapo verhaftete die Familie am 4. August 1944 und deportierte sie. Allein Otto Frank überlebte. Er konnte das Tagebuch seiner Tochter Anne veröffentlichen. Dieses mitreißende Dokument, was wie eine Zeitkapsel fungiert, wurde in Briefform geschrieben. Darin beschreibt das junge Mädchen zunächst von den Änderungen in den Niederlanden und von den Veränderungen, welche die Juden in ihrem Leben erdulden mussten. Die bewegenden Tagebucheinträge entstanden ab dem Moment, wo sich die Familie in ihrem Versteck verbarg. Anne vertraute ihm nun ihre gesamten Hoffnungen und Ängste an. Sie adressierte dabei ihre Gefühle an ihre imaginäre Freundin Kitty. Das Buch erlangte weltweit Bekanntheit und wurde in 55 Sprachen übersetzt. 2009 wurde es von der UNESCO in das Weltdokumentenerbe aufgenommen. Das Anne-Frank-Haus ist stiller und zugleich lebendiger Zeuge dieser aufrührenden Zeit.

Nach der Verhaftung der Familie wurden die Möbel beschlagnahmt und abtransportiert. Zurück blieb nur ein leeres Zimmer, wo man nur erahnen kann, wie die Familie wohl gelebt haben muss. Im Vorderhaus wurde das Museum eingerichtet. An entsprechenden Orten wurden Zitate aus dem Tagebuch angebracht, sodass die Gedankenwelt des Mädchens nachvollziehbarer ist. In einer Wechselausstellung wird das Programm dieser Gedächtnissammlung durch Themen wie Nationalsozialismus und Antisemitismus erweitert. Eine Klassenfahrt nach Amsterdam hat viel zu bieten und ist ein ideales Reiseziel für die ganze Gruppe.



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