Riga - auf den Spuren des Barons von Münchhausen



Hieronymus Carl Friedrich von Münchhausen aus Bodenwerder ist uns heute als der "Lügenbaron von Münchhausen" bekannt. Ob er nun auf einer Kanonenkugel reitet; sich mitsamt Pferd am eigenen Schopfe aus dem Sumpf zieht - oder unbemerkt nur auf einem halben Pferd reitet - seine Geschichten fallen vor allem durch ihre physikalische oder biologische Unmöglichkeit auf. In seinem Geburtsort Bodenwerder befindet sich das Münchhausen-Museum - doch hat Münchhausen durchaus auch anderswo seine Spuren hinterlassen.

Hieronymus war eines von 8 Kindern, wurde nach adligem Brauch aufgezogen und ging mit 13 Jahren als Page an den braunschweigischen Hof in Wolfenbüttel. Im Jahr 1737 reiste der Baron nach St. Petersburg und nahm dort am Russisch-Österreichischen Türkenkrieg (1736-1739) teil – einige seiner Lügengeschichten werden dieser Zeit während des Krieges zugeschrieben. Anschließend folgte Münchhausen seinem Regimentchef Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel in den Russisch-Schwedischen Krieg (1741-1743) nach Riga.

Nach dem Krieg verbrachte er seine Zeit öfters auf einem Landgut im lettischen Ort Rothern (Dunte) und heiratete 1944 Jacobine von Dunten. 1750 kehrte das Ehepaar nach Deutschland, auf ein ererbtes Gut in Bodenwerder (Weserberland) zurück und vebrachte dort viele Jahre bis Jacobine 1790 starb. In Bodenwerder soll er zahlreiche Gäste empfangen und dabei seine fabelhaften Geschichten erzählt haben. Rudolph Erich Raspe veröffentlichte erfolgreich im Jahr 1785 Anekdoten und Reiseabenteuer unter Münchhausens Namen, diese wurden später auf einige Abenteuergeschichten erweitert. Der damit verbundene Ruf von Münchhausen als “Lügenbaron” machte dem Adligen bis ans Lebensende großen Kummer. Nach einer weiteren missglückten Hochzeit mit der 20-jährigen Bernhardine Brunsig von Brun starb der „Lügenbaron“ im Jahr 1797.

Zur Erinnerung an den berühmten Baron wurde neben dem eingangs erwähnten  Münchhausenmuseum in Bodenwerder im Jahr 2005 ein Museum im lettischen Dunte (nördlich von Riga) eröffnet. Genau an der gleichen Stelle befand sich im 18. Jahrhundert das Herrenhaus des Landguts Dunte, wo Münchhausen lebte. Im Museum für Geschichte und Kunst im lettischen Jelgava (ca. 44 km südwestlich von Riga) kann man eine Gedenkmedaille mit der Abbildung des Kopfes des jungen Münchhausen bestaunen.

Folgen Sie den Spuren des berühmten “Lügenbarons” Münchhausen und reisen Sie mit uns nach Riga. Eine unvergleichliche Stadt wartet mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten auf Ihren Besuch! Wenn Sie innerhalb Deutschlands auf seinen Spuren wandeln wollen, empfiehlt sich eine Klassenfahrt in den Teutoburger Wald: ein Ausflug nach Bodenwerder ist bereits im Programm enthalten.



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