Ostia Antica- "Rise and Fall" in der Antike



Klassenfahrt RomEin kleiner Reisegeheimtipp liegt ganz in der Nähe von Rom. Wer dem Großstadtstress entkommen will, dem empfehlen wir die ehemalige Hafenstadt des damaligen Weltreiches. Diese liegt ca. 23 km südwestlich von Rom an der Mündung des Flusses Tiber. In aller Ruhe kann man die antike Stadt besichtigen und ist nicht an strenge Touristenpfade gebunden. Ostia wurde im 2. Jahrhundert vom vierten römischen König, Ancus Marcius, als erste Kolonie Roms gegründet. Die Hafenstadt war ursprünglich ein Militärlager, das zwei Aufgaben besaß. Zum einen wurde Rom geschützt und verteidigt, zum anderen kontrollierte sie den Seehandel. Da jedoch die Kontrolle des Seehandels überwog, wurde Ostia schon bald vom Militärlager zu einer Hafenstadt und zu einem starken Stützpunkt der Flotte Roms ausgebaut. Als 217 v. Chr. die römische Armee in Spanien gegen Hannibal kämpfte, wurde diese von Ostia aus versorgt. Zu der Zeit als der Bürgerkrieg 87 v. Chr. herrschte, wurde die Stadt durch Gaius Marius und seinen Soldaten geplündert. Sie konnte sich jedoch sehr schnell wieder erholen und es setzte eine verstärkte Bautätigkeit unter Augustus ein. Klassenfahrten RomZu dieser Blütezeit wurde ein erstes Theater und ein daneben liegender Geschäftsplatz erbaut. Auch heute noch findet man das Theater in einem einwandfreien Zustand. Im Jahre 54 wurde unter Nero ein künstlicher Seehafen gegraben. Diesen nannte man Portus. Der künstliche Hafen lag in einiger Entfernung von der eigentlichen Stadt. Im 2. Jahrhundert erlebte die Stadt ihre größte Blütezeit. Die meisten antiken Gebäude die Sie heute besichtigen können, stammen aus dieser Periode.Die Hafenstadt hatte in dieser Zeit circa 50.000 Einwohner. Anfang des 3. Jahrhunderts setzte ein gewisser Niedergang ein. Dieser wurde beschleunigt, als Kaiser Konstantin 314 Portus zur colonia erhob (ihm Stadtrecht verlieh). Ostia und Portus wurden später der Stadt Rom als Portus Romae eingemeindet. Ostia war zu der Kaiserzeit ein Bischofssitz. Es befand sich hier nach alter Tradition auch eine Kirche des Kardinalbischofs von Ostia. 387 starb an dieser Stelle die Mutter des heiligen Augustinus von Hippo auf der Heimreise nach Nordafrika. Im 5. Jahrhundert ging der Handel zurück und die Häfen verloren an Bedeutung. 540 diente Ostia noch einmal als Versorgungshafen der Stadt Rom, als zwischen Ostgoten und oströmischen Truppen ein heftiger Kampf wütete. Rom hatte zuletzt nur noch 15.000 Einwohner und bedurfte keines großen Hafens mehr. Nach dem Ende der Völkerwanderungszeit war Ostia kaum noch bewohnt. Im 20. Jahrhundert begannen die archäologischen Ausgrabungen. Diese sind nicht minder interessant, als in der weitaus bekannteren Stadt Pompeji. Besuchen Sie mit uns eine der wohl schönsten Ausgrabungsstätten der Welt auf einer Klassenfahrt nach Rom - Erleben Sie einen uneingeschränkten Einblick in eine antike Stadt, die sich heute als malerische Ruinenlandschaft darstellt.


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