Malta - Die Chronik des Malteserordens



Wie bereits im letzten Blogbeitrag „Malta – eine Insel zwischen Geschichte und Moderne“ erwähnt, stand Malta während seiner langjährigen Geschichte unter der Herrschaft verschiedener Völker oder Oberhäupter – Nun möchten wir Sie speziell gern über den Johanniterorden/Malteserorden aufklären: St. John’s Co-Cathedral - errichtet vom MalteserordenGegründet wurde der Orden 1009 aus dem gefallenen Heer des ersten Kreuzzuges, welcher vor den Toren Jerusalems stattfand. Die heutige israelische Hauptstadt wurde zugleich zum Amtssitz des Ordens erklärt. Durch die Regentschaft des Sultan Saladin verlegte der Orden seinen Sitz in die Stadt Akkon, wo 1090 das erste Hospital außerhalb Jerusalems entstand. Wenig später war der Orden auch auf der Mittelmeerinsel Zypern vertreten. Der Stützpunkt auf Zypern musste jedoch nach Auseinandersetzungen mit dem zypriotischen König auf die schwach verteidigte griechische Insel Rhodos verlegt werden. Die Ritter, welche ca. 200 Jahre auf Rhodos herrschten, mussten vielen Angriffen anderer Völker und Länder standhalten. Kurzerhand bauten sie eine große Galeerenflotte auf, um so ihre Macht im Mittelmeer darzustellen. Mit der großen Anzahl an Kriegsgaleeren und anderen Waffen konnten die Ritter einen sechsmonatigen Angriff der Truppen des Sultans „Süleyman des Prächtigen“ abwehren, doch ihre Verteidigung zerfiel am 22. Dezember 1522. Die Ritter, welche überlebten, setzten sich nach ihrer Niederlage schließlich auf der Nachbarinsel Kreta nieder oder gingen zu den anderen europäischen Besatzungen in ganz Europa. 1530 stellte der König Karl V. den Rittern u.a. die Inseln Malta und Gozo als Lehen zur Verfügung, somit konnten die Ritter des Ordens einen neuen Stützpunkt im Mittelmeer errichten. Damit ihnen nicht das gleiche Schicksal wie auf Rhodos geschieht, bauten die Ritter Malta kurzer Hand zu einer Festung um. Eine neue Galeerenflotte wurde wieder errichtet, um so Plünderungen in anderen Mittelmeerstaaten vorzunehmen. Durch die langjährige Besatzung Maltas bürgerte sich der Name Malteserorden ein, ein Name welcher bis heute auf der ganzen Welt bekannt ist. Am 11. Juni 1798 vertrieb der damalige französische Kaiser Napoleon, die Ritter von der Insel. Während der Vertreibung kam es jedoch zu keinem Blutvergießen, denn die Ritter dürfen nach eigenem Gesetz ihr Schwert nicht gegen andere Christen erheben, da die Großzahl der französischen Soldaten streng gläubige Menschen waren. Nach der wiederholten Niederlage verließen die Ritter Malta und emigrierten sich größtenteils nach Russland, wo ihnen von ihrem Großmeister Zar Paul I. einige Ländereien zugesprochen wurden. 1834 setzten sich die Ritter schließlich in Rom nieder, bis heute befindet sich der Ordenssitz in Rom. Der Malteserorden ist zwar auf Malta nicht mehr vertreten, unterhält aber noch diplomatische Beziehungen zum Staat. Wenn Sie Malta besuchen, haben Sie die Möglichkeit einige Hinterlassenschaften des Malteserordens zu besichtigen. Als angesehenes Bauwerk gilt die St. Johns Co-Cathedral, welche selbst von den Maltesern erbaut wurde. Zudem können Sie z.B. im Hafen von Valletta Stücke der Festung besichtigen. All dies erleben Sie während einer Klassenreise auf die vielfältige Mittelmeerinsel Malta.


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