Valentin Karlstadt Musäum - unser Tipp für die Klassenfahrt nach München



Blick in die MusäumsräumeSicher kennen Viele das Valentin-Musäum - eine weitere Empfehlung für eine Klassenfahrt nach München. Doch wer war Karl Valentin eigentlich?Karl Valentin wurde am 04.06.1882 als Valentin Ludwig im Münchner Vorstadtviertel Au als Sohn des Tapezierermeisters und Speditionsunternehmers Johann Valentin Fey und seiner Ehefrau Maria Johanna Schatte geboren. In den Jahren von 1902 - 1908 besuchte Valentin die Varietéschule des Komikers Hermann Strebel und hatte anschließend ein Engagement im Varieté Zeughaus in Nürnberg, wo er das erste Mal unter seinem Künstlernamen Karl Valentin auftrat. Er reiste unter dem Pseudonym "Charles Fey" mit seinem Musikapparat durch verschiedene Städte, u.a. Leipzig, Bamberg, Halle an der Saale und Berlin. Als Zitherspieler und Komiker konnte er sich nur mühsam über Wasser halten. Seinen Durchbruch als Komiker erlebte im Jahre 1908 als er regelmässig mit großem Erfolg im "Frankfurter Hof" auftrat. Heute lockt das Musäum – die Schreibweise ist so beabsichtigt – mit zahlreichen skurrilen Exponaten, u.a. auch der sprichwörtliche Nagel, an den Valentin seinen Schreinerberuf hängt. Eine weitere Kuriosität ist das Telefon, das Karl Valentin als verzweifelter Buchbinder Wanninger benutzte um bei der Firma Meisl & Compagnie doch nur von Ansprechpartner zu Ansprechpartner weiterverbunden zu werden. Ebenfalls erwähnenswert sind Absurditäten wie eine (geschmolzene) Eisskulptur, ein zugemauertes Aussichtsfenster sowie der letzte an bayerischen Schulen eingesetzte Rohrstock und eine Sammlung des Gruselkabinetts von Valentin. Eine 2007 neu eingerichtete Ausstellung über bayerische Volkssänger (Kurator: Andreas Koll) ist ebenfalls im Musäum untergebracht. Die Dauerausstellung zu Karl Valentin wurde 2008 völlig neu konzipiert und gestaltet. Sie präsentiert Karl Valentin in all seinen Facetten: als Komiker, Stückeschreiber, Wortakrobat, Schauspieler, Filmemacher, Handwerker, Sammler, Philosoph, Museumsdirektor, Volkssänger und Avantgardist. Stringent gegliedert wird die künstlerische Vielfalt Karl Valentins vor der Folie seiner Lebensbiographie gezeigt. Damit ergeben sich die zwei Hauptstränge des Ausstellungsrundgangs: Einmal die Lebensbiographie, die sich im Zentrum der Ausstellung befindet und die Künstlerbiographie, die sich an der Außenwand abwickelt. An der Rückwand des lebensbiographischen Teils finden sich Sonderthemen wie der Bewahrer, Sammler und Kritiker der Verhältnisse, sowie Valentin als Schausteller auf dem Oktoberfest. Die Ausstellung stützt sich auf Objekte aus der Sammlung im Musäum selbst, greift aber auch auf Reproduktionen der Archivalien im Kölner Nachlass, der Monacensia und des Münchner Stadtarchivs zurück. Valentin mit seiner kongenialen Partnerin Liesl KarlstadtMit der Umsetzung der Liesl-Karlstadt-Ausstellung im 2. Stock des Südturms, wurde seine kongeniale Partnerin räumlich und inhaltlich an Valentin heran gerückt und das Kabinett um ein Kino erweitert. Hier werden beide als Multimediagenies und Pioniere des Deutschen Films gezeigt. Nach Programm laufen dort während des Museumsbetriebs Valentin-Filme in voller Länge. Ergänzt wird diese Abteilung durch eine Hörstation mit 16 Titeln zur Auswahl sowie eine Diaschau mit Valentins komischer Reklame. Um Liesl Karlstadts Wirken nach Valentins Tod 1948 genauer zu beleuchten, wurde eine Tonstation mit Ausschnitten aus Liesl Karlstadts Radioserien installiert. Zudem ist hier auch der erste Werbefilm für das deutsche Fernsehen mit ihr als Protagonisten (Persilwerbung 1956) zu sehen. Kommen Sie auf Ihrer Klassenfahrt nach München doch einfach mal auf einen Besuch im Valentin Musäum vorbei! Dieser Artikel beruht teilweise auf Auszügen der deutschen Wikipedia.


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